Prof. Dr. Michael Moehler wird zum 1. Juli 2026 eine neue Position an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) antreten. Dies gab die Universität heute bekannt. Moehler wechselt von der Virginia Tech in den USA, wo er seit 2010 unterrichtet und geforscht hat. Sein Forschungsfokus liegt im interdisziplinären Bereich „Philosophy, Politics, and Economics” (PPE), ein Gebiet, das an der HHU seit 2018 in Form des ersten PPE-Studiengangs an einer öffentlichen deutschen Universität etabliert ist.
Am 12. Mai wurde Moehler mit der Humboldt-Professur durch Bundesforschungsministerin Dorothee Bär ausgezeichnet. Diese Auszeichnung zählt zu den prestigeträchtigsten internationalen Forschungspreisen in Deutschland und ist mit bis zu fünf Millionen Euro dotiert. Nur sieben Wissenschaftler wurden im vergangenen Jahr für diese Ehrung ausgewählt, was die Bedeutung seiner Ernennung unterstreicht.
Akademische Laufbahn und Beiträge
Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck ernannte Michael Moehler am heutigen Tag offiziell zum Professor für Philosophie an der HHU, in Verbindung mit seiner Humboldt-Professur. Zuvor hatte Moehler Gastprofessuren an der University of North Carolina at Chapel Hill, der Universität Hamburg und der Tulane University inne. Darüber hinaus fungiert er als Gründungsdirektor des David H. Kellogg Centers für Philosophy, Politics, and Economics, wo er das PPE-Programm in den letzten zehn Jahren aufgebaut hat.
Mit seiner Forschung wird Moehler nicht nur das akademische Profil der HHU erweitern, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung des PPE-Studiengangs leisten. Seine innovative „Multi-Ebenen-Gesellschaftsvertragstheorie“ verbindet Ansätze der Gesellschaftsvertragstheorie mit Entscheidungstheorie und wurde speziell für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts konzipiert. Diese Theorie fördert einen hohen Grad an Pluralismus, was in der gegenwärtigen sozialen und politischen Landschaft von großer Bedeutung ist.
Zukunftsausblick
In seiner neuen Position an der HHU plant Moehler den Aufbau eines zentralen Forschungsinstituts im Bereich PPE. Seine Ernennung wird als strategischer Schritt angesehen, um Düsseldorf als bedeutenden Standort für interdisziplinäre Forschung zu positionieren. In gemeinsamen Projekten mit nationalen und internationalen Partnern soll das Studienfeld weiter gestärkt werden, was sowohl der Universität als auch der Forschungslandschaft in Deutschland zugutekommen wird.