Am 20. Mai 2026 wird der polnisch-österreichische Schriftsteller Radek Knapp in Frankfurt (Oder) zu Gast sein. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr in der Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt (Oder), Haus 1, Bischofstraße 17, und wird von der Europa-Universität Viadrina organisiert. Knapp wird bei diesem Anlass die Laudatio auf Steffen Möller halten, im Rahmen der festlichen Verleihung des Viadrina-Preises. Diese öffentliche Veranstaltung erfordert keine vorherige Anmeldung.

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Karl Dedecius Stiftung, dem Sprachenzentrum der Viadrina, der Universitätsbibliothek sowie der Stadt- und Regionalbibliothek durchgeführt. In seinen literarischen Arbeiten thematisiert Knapp die Erfahrungen von Menschen zwischen verschiedenen Ländern, Sprachen und Lebensentwürfen. Sein einzigartiger Stil verbindet humorvolle Perspektiven mit einem präzisen Blick auf Alltagssituationen und kulturelle Zugehörigkeiten. Nach der Lesung haben die Besucher die Möglichkeit, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen.

Radek Knapp: Ein Blick auf den Autor

Radek Knapp wurde 1964 in Warschau geboren und wuchs dort bei seinen Großeltern auf, bevor er 1976 seiner Mutter nach Wien folgte. Nach erfolgreichem Abschluss der Matura an einer Handelsakademie studierte er Philosophie an der Universität Wien. Um finanziell über die Runden zu kommen, arbeitete Knapp in verschiedenen Berufen, bevor ihm 1994 mit seinem Erzählband „Franio“ der Durchbruch als Autor gelang. Dieser Band brachte ihm den aspekte-Literaturpreis ein und legte den Grundstein für seine Karriere als freier Schriftsteller.

Bekannt geworden ist Knapp auch durch Romane wie „Ente à l’orange“, „Herrn Kukas Empfehlungen“ und „Papiertiger“. Letzterer wurde 2008 verfilmt und brachte Knapp ein weiteres großes Publikum. Durch seine Werke ist er zu einer bedeutenden Stimme der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur geworden, die sich auf das Leben zwischen Polen und Österreich konzentriert. Seine Texte sind mittlerweile in mehrere Sprachen—darunter Niederländisch, Kroatisch und Slowenisch—übersetzt worden.

Der Karl-Dedecius-Preis und seine Bedeutung

Ein weiterer spannender Aspekt dieses Events ist die Verbindung zum Karl-Dedecius-Preis, der seit 2003 vom Deutschen Polen-Institut an herausragende deutsche und polnische Übersetzer verliehen wird. Der Preis inkludiert eine deutsch-polnische Jury, die Übersetzungen der letzten zwei Jahre in beiden Sprachräumen bewertet. Die Nominierungen für die Preisträger erfolgen bis Ende des Jahres, wobei die Shortlisten im März präsentiert werden. Die feierliche Preisverleihung findet im Juni 2026 statt, wobei der deutsche Preisträger in Darmstadt und der polnische Preisträger in Krakau geehrt wird.

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Mit Partnern wie der Villa Decius in Krakau und dem Europäischen Übersetzerkolleg in Straelen wird die Bedeutung des Preises unterstrichen, der durch eine Förderung der Sparkasse Darmstadt ermöglicht wird. Die Werbung erfolgt unter anderem über den Podcast „Buch czyli książka“.

Die Veranstaltung mit Radek Knapp am 20. Mai 2026 verspricht nicht nur eine literarische Lesung, sondern auch einen wertvollen Austausch über die Bedeutung von Literatur als Brücke zwischen den Kulturen. Seine einzigartige Perspektive auf das Leben zwischen Polen und Österreich wird sicherlich ein bereicherndes Erlebnis für alle Anwesenden darstellen.