Regenerative Gründung: Wie wir Frauen zur Selbstständigkeit empowern!
In einer sich rasant wandelnden Welt, in der die Themen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung immer mehr an Bedeutung gewinnen, zeigt das HOLII-Programm innovative Wege auf, um angehende Gründer*innen auf regenerative Prinzipien auszubilden. Am 1. Juli 2026 hat das Programm seine Türen geöffnet, mit dem Ziel, Konzepte zu präsentieren, die über herkömmliche Denkansätze hinausgehen. Die Inhalte des Programms werden in enger Zusammenarbeit mit Nicol Hartz gestaltet, wobei die Bedürfnisse der Teilnehmer*innen im Mittelpunkt stehen. Leuphana berichtet, dass es Ziel des Teams ist, die Speaker*innen dazu zu bringen, die Erwartungen der Teilnehmenden zu verstehen und die Sessions sinnvoll miteinander zu verknüpfen.
Im HOLII-Programm wird regeneratives Wirtschaften als essenziell für zukünftige Unternehmer*innen betrachtet, weil es über Nachhaltigkeit hinausgeht. Es zielt darauf ab, ökologische, soziale und menschliche Ressourcen zu regenerieren und zu stärken. Dies wird von der Überzeugung getragen, dass Regeneration keine Widersprüche zu leistungsorientierten Ansätzen erfordert. Die Programmelemente betonen die Wichtigkeit von Pausen und Achtsamkeit innerhalb der Teams. Die Teilnehmenden lernen, ihre Ideen auch im Hinblick auf die Auswirkungen auf Menschen, Gesellschaft und Umwelt zu reflektieren.
Der regenerative Gründungskreislauf
Die Metapher der Jahreszeiten wird verwendet, um den Zyklus der Gründung zu verdeutlichen: Vision entwickeln, planen, umsetzen, reflektieren und schließlich ernten. Dabei wird Entwicklung nicht nur als Beschleunigung, sondern auch als bewusste Beobachtung des Wachstums verstanden. HOLII verbindet Perspektiven des Unternehmertums, des Impacts und der Regeneration, was das Programm zu einem holistischen Ansatz macht. Im Gegensatz zu klassischen Inkubatoren richtet sich der Fokus nicht nur auf Wachstum und finanzielle Mittel, sondern auch auf die Lösung gesellschaftlicher Probleme.
Ein zentrales Highlight des Programms ist das Harvestival, das am Ende des Kurses stattfindet. Hier werden Erfolge und Lernerfahrungen gefeiert, ohne dass ein Wettbewerbscharakter im Vordergrund steht. Erfolg wird hierbei unterschiedlich definiert; es kann auch darin bestehen, den eigenen Weg zu erkennen und zu schätzen. Die Vielfalt der Teilnehmenden sowie deren unterschiedliche Hintergründe fördern neue Gespräche und Fragestellungen und ermutigen zur Zusammenarbeit bei der Neuausrichtung ihrer Geschäftsideen.
Zusätzlich zu HOLII befasst sich das REGWI Institut, bekannt für seine Expertise im regenerativen Wirtschaften, auch mit anderen bedeutenden Projekten. Ein Beispiel ist W-RISE, ein Programm, das speziell auf geflüchtete Frauen aus der Ukraine abzielt. REGWI unterstützt diese Frauen dabei, nachhaltige und digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln sowie unternehmerische Kompetenzen zu fördern. Hierbei kommen moderne Lernmethoden, einschließlich Gamification-Elementen und digitalen Lernangeboten, zum Einsatz. Die Zugänglichkeit zu Bildung wird unabhängig von Herkunft oder sozialen Umständen gewährleistet.
Internationale Kooperation und Unterstützung
W-RISE wird von einem internationalen Konsortium aus Universitäten und Organisationen aus verschiedenen europäischen Ländern getragen. Ziel ist der Aufbau eines unterstützenden Netzwerks für Frauen auf dem Weg zur Selbstständigkeit. Das REGWI Institut spielt hierbei eine zentrale Rolle, indem es Schulungen anbietet, die den Frauen helfen, neue berufliche Perspektiven zu entwickeln und sich erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Ein weiteres bemerkenswertes Programm ist der re:connect Inkubator, ebenfalls initiiert vom REGWI Institut und in Kooperation mit der fiveP eG. Ziel dieses Inkubators ist es, 60 Start-ups sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bei der Transformation hin zu gemeinwohlorientierten Geschäftsmodellen zu helfen. Dies geschieht durch ein 12-monatiges Programm, das hybride Lernformate und individuelles Coaching umfasst. Die Initiative wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
Durch diese vielfältigen Ansätze wird klar, dass das REGWI Institute eine zentrale Rolle dabei spielt, regenerative Prinzipien in die Unternehmenswelt zu integrieren und eine neue Generation von Unternehmer*innen hervorzubringen, die nicht nur profitabel, sondern auch sozial und ökologisch verantwortungsbewusst handeln.
