Revolution an der FernUniversität: KI-Strategie für die Zukunft!
Am 30. Juni 2026 hat das Rektorat der FernUniversität in Hagen eine umfassende KI-Strategie verabschiedet, die einen klaren Rahmen für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in allen Bereichen der Hochschule festlegt. Die Strategie betrifft Lehre, Studium, Forschung, Verwaltung, Governance und Infrastruktur. Der Rektor, Prof. Dr. Stefan Stürmer, hebt die Wichtigkeit dieser Strategie für die Zukunftsfähigkeit der Hochschule hervor.
Prorektorin Prof. Dr. Claudia de Witt beschreibt KI als eine disruptive Basistechnologie und Werkzeug. Die Strategie formuliert strategische Zielbilder und Grundsätze für unterschiedliche Handlungsfelder, mit dem Ziel, den Innovationsanspruch der Universität mit einem reflektierten Umgang mit KI zu verbinden. Ihre Entwicklung erfolgte in einem partizipativen Prozess, an dem Vertreter aus Wissenschaft, Technik und Verwaltung beteiligt waren, und externe Perspektiven, wie Empfehlungen der Task Force „Künstliche Intelligenz im Bildungswesen“ in NRW, wurden ebenfalls berücksichtigt.
Strategische Umsetzung in drei Phasen
Die neuen Richtlinien haben eine Laufzeit bis 2028 und stehen im Einklang mit dem Hochschulentwicklungsplan. Die Umsetzung der KI-Strategie erfolgt in drei Phasen:
- Grundlagen schaffen, inklusive Kompetenzaufbau, Pilotprojekten und Ausbau von Governance- und Unterstützungsstrukturen.
- Erfolgreiche Ansätze verstetigen und skalieren.
- Künstliche Intelligenz bis 2028 als strategisches Querschnittsthema in Studium, Forschung und Verwaltung verankern.
Aktuelle Maßnahmen umfassen verpflichtende KI-Schulungen für alle Mitarbeiter, die Einrichtung eines KI-Lenkungskreises und den Ausbau der Infrastruktur, beispielsweise durch KI:connect.nrw. Der Einsatz von KI wird bereits stärker in das Studium und die Lehre integriert, und es werden Strukturen geschaffen, um flexibel auf zukünftige Entwicklungen reagieren zu können.
Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung
Die Bedeutung von KI in der Hochschulbildung wird zudem durch die Initiativen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstrichen, die seit Ende 2021 den Einsatz von KI fördern. Im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“ werden Projekte zur Entwicklung neuer Studiengänge und KI-basierter Lern- und Prüfungssysteme unterstützt. Dies geschieht im Kontext verschiedener bildungspolitischer Strategien, einschließlich Arbeitspapieren und Whitepapers, die die verantwortungsvolle Entwicklung generativer KI thematisieren.
Der KI-Aktionsplan des BMBF, veröffentlicht am 7. November 2023, betont KI als Schlüsseltechnologie. Zu den weiteren geförderten Einrichtungen gehören das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation und Cyber Valley, die sich beide intensiv mit KI-Forschung und -Ausbildung beschäftigen. Der KI-Campus bietet eine digitale Lernplattform, ergänzt durch verschiedene Fortbildungsangebote und innovative Softwaretechnologien des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI).
Studierende profitieren von Angeboten wie Chatbots, die Unterstützung in verschiedenen Phasen ihres Bildungsweges bieten. Gleichzeitig wird der Einsatz von KI in der Hochschulbildung, insbesondere der Nutzung von Tools wie ChatGPT, kontrovers diskutiert, insbesondere hinsichtlich der Qualität der Ergebnisse und der Quellenangaben, was zu intensiven Diskussionen über die Rolle intelligenter Tutorensysteme führt.
Die FernUniversität in Hagen positioniert sich mit ihrer neuen KI-Strategie als Vorreiter in der Integration von KI und setzt damit einen wichtigen Schritt in Richtung zukünftiger Bildungsstandards.
Für weitere Details zur KI-Strategie an der FernUniversität in Hagen besuchen Sie bitte dieses Portal. Aktuelle Entwicklungen in der Hochschulbildung im Kontext von KI können Sie auf Bildungsserver.de nachlesen.
