Revolution im Recht: Hamburgs Legal Hackathon bringt KI-Innovationen!
Der zweite Hamburg Legal Hackathon fand am vergangenen Wochenende an der Bucerius Law School statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Bucerius Legal Innovation Hub in Kooperation mit den studentischen Legal-Tech-Initiativen b{u}ilt und recode.law. Unter dem Motto „(Legal) AI Buddies“ hatten die Teilnehmenden die Aufgabe, tragfähige Prototypen zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Rechtskontext zu entwickeln.
Mit 85 Teilnehmenden aus Deutschland und weiteren Ländern in elf Teams war der Hackathon gut besucht. Zu den innovativen Projektideen zählten Plattformen zur Prüfung von Bußgeldbescheiden und Abrechnungen sowie ein Gründungsnavigator und eine Browsererweiterung zum Verbraucherschutz in AGB. Darüber hinaus entwickelten die Teams auch KI-basierte Orientierungslösungen für Neuankömmlinge in Deutschland sowie Tools zur Optimierung des Mandatsannahmeprozesses und ein KI-gestütztes Anwaltsmatching.
Prototypen und Herausforderungen
Ein weiterer wichtiger Aspekt waren die KI-Lernbuddies für die juristische Ausbildung. Hierbei wurden unter anderem ein Feedback-Tool, ein Fallbearbeitungstrainer und ein Prüfungssimulator entwickelt. Innerhalb von 46 Stunden arbeiteten die Teams intensiv an ihren Ideen, um funktionsfähige Minimum Viable Products zu erstellen. Am Sonntag präsentierten sie ihre Ergebnisse vor einer Jury, die aus renommierten Experten wie Prof. Dr. Christoph Kumpan, Nicole Vogelsberger und Dr. Rainer Derks bestand.
Die Jury bewertete die Projekte anhand von Kriterien wie Innovationspotenzial, praktischer Umsetzbarkeit, wirtschaftlicher Nachhaltigkeit, Beitrag zur Leit-Challenge sowie der Pitch-Leistung der Teams. Die Gewinner des Hackathons wurden entsprechend ihrer Leistungen ausgelobt.
Auszeichnungen und Preise
Das Team „StayInG“ belegte den ersten Platz mit einem Tool, das Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft unterstützen soll. Der zweite Platz ging an „Gutachti“, einen KI-Lernbuddy für den juristischen Gutachtenstil, während „LawTalk“, ein KI-gestützter Prüfungssimulator für mündliche Prüfungen, den dritten Platz erzielte. Die insgesamt vergebenen Preise hatten einen Gesamtwert von 4.000 Euro und wurden von JUSPERTA bereitgestellt.
Das Rahmenprogramm des Hackathons umfasste nicht nur eine Einführung in die Leit-Challenge, sondern auch einen Crashkurs zu Hacking-Grundprinzipien sowie Impulse zur nutzerzentrierten Prototypenentwicklung. Mentoren standen zur Seite, um den Teams bei der Ideenentwicklung zu helfen. Darüber hinaus gab es Networking-Events, darunter ein Pizza-Networking, eine BBQ Night und ein nächtliches WM-Private-Viewing.
Der Hackathon verdeutlichte eindringlich, dass die Integration von KI im Rechtsbereich bereits praktische Anwendungen findet. Die Organisatoren hoben den steigenden Trend an Teilnehmenden hervor und betonten die Bedeutung des interdisziplinären Austauschs. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch Projektpartner wie JUSPERTA, Libra und weitere Partner des Bucerius Legal Innovation Hub.
