Am 10. und 11. Juni 2026 fand die Abschlussveranstaltung des Projekts STADT:up im „Aldenhoven Testing Center“ bei Aachen statt. Das über drei Jahre geförderte Projekt, unterstützt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vereinte 20 Partner aus der Automobilindustrie sowie der Forschung und hatte zum Ziel, Konzepte und Pilotanwendungen für automatisiertes Fahren in urbanen Räumen zu entwickeln. Inmitten der Herausforderungen innerstädtischen Verkehrs, wie dichten Verkehrsströmen, komplexen Knotenpunkten und der Interaktion mit Fußgängern und Radfahrern, stellt das automatisierte Fahren eine Schlüsseltechnologie für die zukünftige urbane Mobilität dar.

Ein wichtiger Aspekt des Projekts war das Teilprojekt „Human Factors“ der TU Chemnitz, das sich auf die Verbesserung des Komforterlebens im automatisierten urbanen Fahren konzentrierte. Hierzu wurden innovative Konzepte zur Untersuchung des Komforts entwickelt, die sowohl Fahrsimulator- als auch Realfahrstudien beinhalteten.

Technologische Entwicklungen und Herausforderungen

Im Rahmen von STADT:up wurden essenzielle Techniken erforscht, die das automatisierte Fahren revolutionieren könnten. KI-Technologien wurden eingesetzt, um die Umgebung zu erfassen, Daten zu fusionieren, das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmenden vorherzusagen und komplexe Manöver zu planen. Die Fortschritte bei sensorgestützter Umfelderfassung sind bemerkenswert, da diese Technologien auch unter widrigen Bedingungen zuverlässig arbeiten.

Besonders hervorzuheben ist die Echtzeitfähigkeit des emotionsadaptiven Anzeigekonzepts, das im Versuchsfahrzeug Carai 3 demonstriert wurde. Dies geschah insbesondere während einer automatisierten Anfahrt auf eine rot werdende Ampel. Wissenschaftliche Arbeiten haben gezeigt, dass durch zusätzliche Informationsangebote der Diskomfort in urbanen Fahrszenarien um bis zu 50 Prozent reduziert werden kann.

Kollaboration und Zukunftsvision

Das Projekt STADT:up, mit einem Budget von 62,2 Millionen Euro, wurde nicht nur durch führende Automobilhersteller wie CARIAD SE, Mercedes-Benz AG und Opel Automobile GmbH unterstützt, sondern auch von einer Vielzahl von Zuliefer- und Technologieunternehmen sowie wissenschaftlichen Partnern wie der BASt, DLR, Hochschule für angewandte Wissenschaften München und mehreren technischen Universitäten. Diese Zusammenarbeit hat zur Erstellung eines digitalen Zwillings beigetragen, der intermodale Mobilitätsströme abbildet und die Auswirkungen automatisierter Fahrzeuge simuliert.

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Die fortlaufende Analyse der Nutzungsanforderungen und der damit verbundenen Konflikte unterstreicht das Ziel, eine nachhaltige urbane Mobilität zu fördern. Gemeinsam mit Städten wurden Zukunftsszenarien entwickelt, die den integrativen Ansatz des Projekts verdeutlichen.

Das Projekt STADT:up hebt sich durch seine umfassende Herangehensweise an die Herausforderungen des Stadtverkehrs hervor. Es vereint technologische Innovation mit praktischen Anwendungen im urbanen Raum und bietet somit eine vielversprechende Perspektive für die Zukunft des automatisierten Fahrens.