Am 25. Juni 2026 startet ein vielversprechendes Projekt an der Universität Witten/Herdecke, welches das Leben junger Menschen mit Typ-1-Diabetes grundlegend verbessern soll. Die Initiative unter dem Titel „Ganzheitliche interprofessionelle Diabetes-Gruppenschulungen für Kinder und Jugendliche in einem kindgerechten Alltagssetting“ (GaDiaKi) fokussiert sich auf innovative Schulungsangebote, die nicht nur die medizinische Versorgung, sondern auch den Alltag der betroffenen Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt rücken.

Unter der Konsortialleitung der Universität Witten/Herdecke und in Zusammenarbeit mit Pro Kid e.V. wird das Projekt durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Schulungsprogramme zu entwickeln, die auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes und deren Familien zugeschnitten sind. Die Studienzentren in Bielefeld und Herford-Radewig werden den ersten Schritt zur Umsetzung dieses ambitionierten Vorhabens darstellen, das bis zu 40 kinder- und jugenddiabetologische Schwerpunktpraxen und Diabeteszentren deutschlandweit einbeziehen soll. Eine Suche nach weiteren Einrichtungen zur Teilnahme an der Studie ist derzeit im Gange.

Interprofessionelle Schulungsteams

Ein besonderes Merkmal von GaDiaKi sind die interprofessionellen Teams, die aus Experten der Kinder- und Jugenddiabetologie, Psychologie, Sozialpädagogik sowie Ernährungsberatung bestehen. Diese Teams begleiten Gruppen von 16 bis 20 Teilnehmenden und zielen darauf ab, den Alltag der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes zu integrieren und sie im selbstbewussten Umgang mit ihrer Erkrankung zu unterstützen. Ein innovativer Aspekt ist die Einbeziehung junger Erwachsener mit Typ-1-Diabetes, die als Mentor:innen fungieren und ihre persönlichen Erfahrungen in die Gruppenarbeit einbringen.

Die Schulungen werden in einem Zeitraum von fünf bis sieben Tagen durchgeführt, wobei die Teilnehmenden durch ein strukturiertes Programm geschult werden. Die Gruppe, die an diesen Schulungen teilnimmt, wird mit einer Kontrollgruppe verglichen, die weiterhin die Standardbehandlung erhält. So können Veränderungen in der Therapiezufriedenheit, der Sorge vor Unterzuckerungen und der Häufigkeit stationärer Aufnahmen alle sechs Monate evaluiert werden.

Erwartete Ergebnisse und Impact

Die Gleichung ist klar: Wenn das Projekt erfolgreich verläuft, wird es zu einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität und des Selbstmanagements junger Menschen mit Diabetes führen. Erwartet werden höhere Zufriedenheit mit der Therapie, gesteigerte Selbstständigkeit und ein grundsätzlich besseres Lebensgefühl für die betroffenen Familien.

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Die Projektlaufzeit erstreckt sich über drei Jahre, und mit einer Gesamtförderung von etwa 4,4 Millionen Euro verfolgt GaDiaKi einen ehrgeizigen Plan zur Optimierung der Diabetestherapie im Kindes- und Jugendalter. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten für interessierte Einrichtungen sind über die Projektleitung unter gadiaki@uni-wh.de verfügbar.

Typ-1-Diabetes ist eine häufige chronische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter. In diesem Kontext ist die altersgerechte Versorgung absolut entscheidend, um den spezifischen Bedürfnissen junger Menschen gerecht zu werden. Das Projekt GaDiaKi hat sich zum Ziel gesetzt, innovative und ganzheitliche Schulungsansätze zu entwickeln und zu erproben, die letztlich der gesamten Gesellschaft zugutekommen sollen und durch ihre strukturellen Veränderungen im Gesundheitswesen nachhaltig wirken.

Weitere Informationen über das Projekt sind auf uni-wh.de und g-ba.de verfügbar.