Schüler im Kapuzinergarten: Von der Saat bis zur Ernte!
Die Schule an der Altmühl hat im Rahmen eines innovativen Gartenprojekts der Klassen 7 und 8 unter der Leitung von Lehrerin Bettina Süss und engagierten Lehramtsstudierenden der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) wertvolle Erfahrungen gesammelt. Das Projekt, das fast zehn Monate dauerte, beinhaltete sowohl die Planung als auch die praktische Arbeit im Kapuzinergarten.
Begleitet von fachlicher Anleitung in der Didaktik der Biologie unter Dr. Maximiliane Schumm, arbeiteten 14 Schülerinnen und Schüler intensiv an der Ernte im Herbst und dem Vorziehen von Gemüse im Frühjahr. Die wöchentlichen Einsätze im Kapuzinergarten begannen bereits im April und umfassten Tätigkeiten wie Säen, Jäten, Gießen und Ernten.
Fokus auf Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsentwicklung
Das Projekt setzte einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung von Selbstwirksamkeit und Produktivität, was als entscheidend für die Vorbereitung der Schüler auf das Berufsleben eingeschätzt wird. Zudem trugen die Erfahrungen zur persönlichen Entwicklung bei, insbesondere für zurückhaltende Jugendliche.
Ein weiterer Aspekt des Projekts war die Bereitstellung eines regelmäßigen Kontakts zwischen den angehenden Lehrkräften und den Schülern. Diese Interaktion war entscheidend für die Bedarfsorientierung und die Entwicklung von Teamarbeit. Nach jeder Garteneinheit fand eine Reflexion statt, die es den Schülern ermöglichte, ihre Erfahrungen bewusst wahrzunehmen und zu verarbeiten.
Integrativer Bestandteil der Lehrveranstaltungen
Die Erkenntnisse aus diesem Gartenprojekt fließen in eine wissenschaftliche Zulassungsarbeit ein, welche die Bedeutung solcher praktischen Erfahrungen unterstreicht. Der Kapuzinergarten hat sich als fester Bestandteil der Lehrveranstaltungen etabliert und profitiert von Drittmittelprojekten, wie dem EU-Projekt SKYSS und ServusMINT.
Die Ergebnisse des Projekts werden Ende Juli 2026 auf der Conference of the Consortium of Catholic Universities (CCU) präsentiert. Hierbei wird die KU auch ihre fortwährenden Bestrebungen zur Integration von Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung aufzeigen, mit dem Ziel, sowohl ökologische als auch soziale Verantwortung in die Bildungsarbeit einzubringen.
Insgesamt steht das Gartenprojekt als Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und sozialen sowie wirtschaftlichen Partnern zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen. Die Initiative verdeutlicht, wie praxisorientiertes Lernen jungen Menschen wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen vermitteln kann.
