Seltene Erkrankungen sichtbar gemacht: Betroffene erzählen in Aachen mit Kunst und persönlichen Texten
Wie sieht ein Leben mit einer seltenen Erkrankung aus? Eine Ausstellung in Aachen versucht, darauf keine abstrakte Antwort zu geben, sondern lässt Betroffene selbst sprechen – in Bildern und persönlichen Texten. Zu sehen sind Selbstporträts von Menschen mit seltenen Erkrankungen: Malereien, Zeichnungen und Fotografien, ergänzt durch Einblicke in ihre individuellen Lebensrealitäten.
Die Kunstaktion macht auf die Herausforderungen, Erfahrungen und Stärken von rund vier Millionen Menschen mit seltenen Erkrankungen in Deutschland aufmerksam. Viele dieser Geschichten bleiben im Alltag unsichtbar. Hier bekommen sie Raum – nicht geschniegelt, sondern persönlich und unmittelbar.
Eröffnung in der vhs Aachen
Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, 25. November 2026, um 18:00 Uhr. Die Eröffnung findet im Forum, Raum 241, der vhs Aachen statt. Der Eintritt ist kostenfrei.
Zu sehen ist die Ausstellung anschließend vom 25. November 2026 bis zum 22. Januar 2027 im Foyer der 2. Etage. Veranstaltungsort ist die vhs Aachen in der Peterstraße 21–25. Auch für den Besuch der Ausstellung gilt: Der Eintritt ist kostenfrei.
Gemeinsames Projekt von Selbsthilfe und Medizin
Koordiniert wird das Projekt von der ACHSE e. V., dem Dachverband der Selbsthilfeorganisationen und Netzwerke für Menschen mit seltenen Erkrankungen. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem nordrhein-westfälischen Netzwerk der Zentren für Seltene Erkrankungen statt. Zu diesem Netzwerk gehört auch das Zentrum für Seltene Erkrankungen der Uniklinik RWTH Aachen.
Gerade in Aachen treffen damit Selbsthilfe, persönliche Kunst und die medizinische Perspektive aufeinander. Wer durch das Foyer geht, begegnet nicht nur einzelnen Bildern, sondern Lebensgeschichten, die sonst leicht hinter Diagnosen und Fachbegriffen verschwinden. Manchmal reicht dafür ein Foto, eine Linie oder ein kurzer persönlicher Text.
