Am 30. Juni 2026 wird um 18.30 Uhr im Hörsaal M2 an der Einsteinstraße 64 ein spannender Vortrag von Prof. Dr. Edmund Weitz stattfinden, der das Thema „Können Spiele denken?“ behandelt. Der Vortrag ist Teil der öffentlichen Reihe „Brücken in der Mathematik“, die vom Exzellenzcluster „Mathematik Münster“ organisiert wird. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, jedoch wird eine Anmeldung unter uni.ms/brueckenmathe empfohlen. Prof. Weitz ist Professor für Mathematik und Informatik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und hat sich einen Namen als Autor verschiedener Sach- und Fachbücher gemacht. Seit 2017 betreibt er zudem einen YouTube-Kanal, auf dem er mathematische Rätsel und Theorien präsentiert.

„Brücken in der Mathematik“ ist seit 2019 aktiv und hat sich zum Ziel gesetzt, Einblicke in die mathematische Forschung zu geben sowie verschiedene mathematische Bereiche miteinander zu verknüpfen. Prof. Weitz wird sich in seinem Vortrag insbesondere mit klassischen Computerspielen wie „Tetris“, „Sokoban“ und „Magic: The Gathering“ auseinandersetzen und deren mathematische Aspekte beleuchten.

Die Rolle der Mathematik in Videospielen

Die Bedeutung der Mathematik im Bereich der Videospiele ist enorm. Laut einem aktuellen Blogartikel ist Mathematik entscheidend für verschiedene Komponenten eines Spiels. Dazu zählen unter anderem die Künstliche Intelligenz (KI) der Gegner sowie die Physik, die Bewegungen, Kräfte und Kollisionen simuliert.

Ein Beispiel für den Einsatz mathematischer Algorithmen ist der A*-Algorithmus, der für die Pfadfindung von Gegnern eingesetzt wird. Zudem passen Spiele wie FIFA oder Call of Duty den Schwierigkeitsgrad dynamisch an, was ebenfalls algorithmische Berechnungen erfordert. Die Physik-Engines, wie Havok oder Unity, nutzen komplexe mathematische Modelle, um realistische Bewegungen darzustellen, die für ein immersives Spielerlebnis unerlässlich sind.

Prozedurale Generierung und mathematische Rätsel

Die prozedurale Generierung sorgt dafür, dass Videospiele wie „No Man’s Sky“ unendliche Spielwelten bieten. Dies geschieht durch den Einsatz von Pseudozufallszahlen und mathematischen Formeln, wodurch Spieler über 18 Trillionen Planeten erkunden können.

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Zudem finden sich in vielen Spielen mathematische Rätsel und Codes, die Konzepte wie Primzahlen und Symmetrie verwenden. Spiele mit sudoku-artigen Rätseln oder kryptographischen Elementen, wie „Assassin’s Creed“, zeigen, wie vielseitig die Mathematik in der Spieleentwicklung eingesetzt wird.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Mathematikern und Programmierern ist unerlässlich, um derartige innovative Spielerlebnisse zu schaffen. Der Vortrag von Prof. Weitz wird sicherlich interessante Einblicke in diese Zusammenarbeit und die fundamentale Rolle der Mathematik für das Gaming bieten.