Der Austausch zwischen pädagogischen Fachkräften in Kindertagesstätten und Eltern stellt oft eine Herausforderung dar. Um diese Gespräche zu verbessern, bieten das Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung (IFK) der Universität Potsdam und die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd eine umfassende Ausbildungsreihe an, die auf dem Gmünder Modell der Gesprächsführung (GMG) basiert. Laut PH Schwäbisch Gmünd fand diese Fortbildung in zwei Blöcken, Ende März und Anfang Mai 2026, über insgesamt vier Ganztage hinweg statt. Ziel ist der Aufbau einer nachhaltigen Fortbildungsstruktur zur Stärkung der Qualität in der frühkindlichen Bildung und Betreuung in Brandenburg.

Geführt wurde die Ausbildung von Prof. Dr. Gernot Aich und Christina Kuboth. Die Teilnehmenden lernen, das GMG eigenständig an andere Fachkräfte in Kitas weiterzugeben. Inhalte der Ausbildung reichten von theoretischen Inputs über praktische Übungen bis hin zur Anwendung des Modells in typischen Gesprächssituationen. Das GMG zielt darauf ab, Fachkräfte in schwierigen Gesprächen zu unterstützen und fördert eine professionelle, wertschätzende sowie lösungsorientierte Kommunikation.

Inhalte und Zielsetzung der Ausbildung

Ein zentraler Aspekt des Gmünder Modells ist die Kombination verschiedener Ansätze. Elemente der Transaktionsanalyse, die personenzentrierte Beratung nach Carl Rogers sowie systemisch-lösungsorientierte Methoden fließen in die Ausbildung ein. „Unser Ziel ist es, eine respektvolle Gesprächsführung zu fördern, um die Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und Eltern zu stärken“, erklärte Prof. Dr. Dietmar Sturzbecher, der die Leitung am IFK inne hatte.

Die Vielzahl an praktischen Übungen ermöglicht es den Teilnehmenden, eigene Kommunikationsmuster zu reflektieren und neue, alternative Gesprächsstrategien auszuprobieren. So können sie in einem geschützten Rahmen schwierige Gesprächssituationen erproben und Lösungsansätze entwickeln. Rückmeldungen der Teilnehmenden sind durchweg positiv, was die wertvolle Rolle der Multiplikator:innen unterstreicht.

Ein weiterer Schritt in der Professionalisierung

Ein Workshop, der vom 10. bis 12. September 2025 an der Europa-Universität Flensburg stattfand, vertiefte das Thema der professionellen Gesprächsführung mit Eltern. Dieser Workshop zielte darauf ab, die Beratungskompetenz der Teilnehmenden zu stärken und sie zu Multiplikator:innen auszubilden. Unter der Leitung von Prof. Dr. Gernot Aich und Christina Kuboth nahmen Lehrkräfte, Lehramtsstudierende und pädagogische Fachkräfte teil. Die Veranstaltung wurde von Dr. Claudia Plinz und Dr. Carmen Schumacher organisiert und kombinierte theoretische Grundlagen mit praxisorientierten Übungen.

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Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, in einem unterstützenden Umfeld zu arbeiten. Die positive Gruppendynamik und der intensive Austausch wurden von den Teilnehmern geschätzt. Sie lobten insbesondere die praxisnahe Vermittlung der Inhalte sowie den wertvollen Input der Referenten. Das Gmünder Modell trägt dazu bei, nicht nur in der Kommunikation mit Eltern, sondern auch in der Kommunikation zwischen Kolleg:innen und in Beratungsgesprächen hilfreiche Lösungen zu bieten, wie Universität Flensburg berichtet.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ausbildungsreihe des Gmünder Modells eine wertvolle Ressource für Fachkräfte in Kitas darstellt. Sie fördert nicht nur die Kompetenzen der einzelnen Teilnehmer, sondern wirkt sich auch positiv auf die kommunikativen Herausforderungen aus, die im Alltag zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern bestehen.