Starkes Netzwerk für nachhaltige Lösungen: Unternehmen rücken zusammen!
Das Sustainability Business Roundtable (SBRT), ein Netzwerk aus 28 führenden Unternehmen, feierte kürzlich sein 15-jähriges Bestehen in der Förderung von Nachhaltigkeit in der Wirtschaftslandschaft. Zu den Mitgliedern gehören namhafte Firmen wie Accenture, BNP Paribas, Bosch, Deutsche Bank, DHL Group, H&M, McDonald’s, Siemens und Volkswagen. Diese regelmäßigen Treffen, die zweimal jährlich stattfinden, bieten eine vertrauliche Plattform für den Austausch über Erfolge und Misserfolge im Bereich der Nachhaltigkeit. Ziel ist es, praktische Lösungen für gemeinsame Herausforderungen zu entwickeln und Nachhaltigkeit als Kernpriorität in Unternehmen zu verankern, wie [ESMT] berichtet.
In einer Zeit, in der Unternehmen zunehmend unter Druck stehen, ihren Einfluss auf die Umwelt zu messen, hebt die SBRT die Notwendigkeit hervor, von einem Compliance-orientierten Ansatz zu einem Impact-fokussierten Paradigma überzugehen. Dies bedeutet, dass Firmen nicht mehr nur nach der Einhaltung von Standards fragen, sondern auch nach dem realen Effekt ihrer Nachhaltigkeitsbemühungen. Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die digitale Transformation und deren Verbindung zur Nachhaltigkeit. Der Umweltpreis von künstlicher Intelligenz wird oft unterschätzt, wobei Prognosen vorhersagen, dass der Energiebedarf von KI-Datenzentren bis 2030 auf 433 Terawattstunden steigen könnte.
Ressourcenresilienz im Fokus
In der 31. Sitzung des SBRT liegt der Schwerpunkt auf Ressourcenresilienz. Dabei werden Themen wie Wasser, kritische Rohstoffe, zirkuläre Systeme und digitale Produktpässe behandelt. Thomas Schulte von Bosch unterstreicht, dass Lösungen trotz der Herausforderungen durch intelligente Ansätze im Bereich der Nachhaltigkeit entstehen können. Jan Ceyssens von der EU hebt die geopolitischen Dimensionen des Zugangs zu Ressourcen hervor und betont die Notwendigkeit, zirkuläre sowie biobasierte Materialien zu fördern.
Die Notwendigkeit, den Einfluss der Digitalisierung auf natürliche Ressourcen und Treibhausgasemissionen sowie den Ressourcenbedarf genauer zu verstehen, wird in aktuellem Kontext immer drängender. Das [Umweltbundesamt] hat dazu ein Forschungsprojekt initiiert, das von 2020 bis 2027 läuft. Die erste Phase des Projekts umfasst die Analyse der Ressourcenintensität und der Emissionen der digitalen Transformation auf mikro- und makroökonomischer Ebene.
Zukunft der ressourcenschonenden Digitalisierung
Die zweite Phase des Projekts, mit dem Titel DigitalRessourcen II, wird von 2025 bis 2027 laufen. Sie fokussiert auf die Einbindung von Stakeholdern und sieht die Durchführung von Befragungen sowie Workshops vor. Ein erster Workshop findet bereits am 15. September 2026 in Dessau statt. Hier sollen die Herausforderungen der Digitalisierung und deren Beitrag zur ressourcenschonenden Entwicklung erörtert werden.
Besonders die Forschung zur digitalen Transformation und deren Auswirkungen auf das Konsumverhalten wird intensiv fortgeführt. Ziel ist es, umweltfreundliche digitale Dienstleistungen zu sichern und ressourcensparende Entwicklungspfade zu gestalten. Dieses Engagement ist entscheidend, um die Balance zwischen technologischer Innovation und ökologischer Verantwortung zu wahren, sodass die Herausforderungen der Gegenwart in eine nachhaltige Zukunft überführt werden können.
