Eine neue Analyse des Redstone University Startup Index zeigt das immense Potenzial europäischer Universitäten zur Gründung neuer Start-ups. Die Studie lässt darauf schließen, dass durch gezielte Förderung in den nächsten zehn Jahren fast eine halbe Million zusätzliche Start-ups entstehen könnten. Dies könnte weitreichende wirtschaftliche Folgen haben, darunter 13,1 Millionen neue Arbeitsplätze und 880 Milliarden Euro an zusätzliche Steuereinnahmen.
Die Technische Universität München (TUM) hat sich im europäischen Vergleich als besonders erfolgreich erwiesen. Laut den Ergebnissen des Index belegt sie Platz 4 unter Universitäten mit überdurchschnittlichen Gründungserfolgen seitens ihrer Forschenden und Rang 5 im Verhältnis von Gründungen zu Universitätsbudget. Im Jahr 2025 verzeichnete die TUM 38 Gründungen von Forschenden und 235 von Studierenden, was Platz 8 in Europa für Gründungen durch Studierende bedeutet.
Gründungseffizienz und deren Unterschiede
Die Studie untersucht dabei auch die Effizienz in der Startup-Generierung. Einige Universitäten erzielen bis zu 80 Start-ups pro 100 Millionen Euro Jahresbudget, während andere nur eines erreichen. TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann hebt hervor, dass zahlreiche Maßnahmen an der TUM den unternehmerischen Geist stärken. Dies schließt Initiativen wie die TUM Student Clubs und die TUM Entrepreneurial Masterclass ein.
Die Analyse stellt fest, dass Universitäten in verschiedene Cluster unterteilt wurden, was faire Vergleiche ermöglicht. Business Schools erweisen sich dabei als die effizientesten Institutionen mit durchschnittlich 25 Start-ups pro 100 Millionen Euro Budget, während Forschungsinstitute die geringste Effizienz aufweisen.
Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft
Die Relevanz von Start-ups kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie tragen erheblich zur Innovationskraft der EU bei, insbesondere in Zeiten strukturellen Anpassungsdrucks durch technologische Veränderungen und geopolitische Spannungen. Laut einer strategischen Analyse der EU-Kommission müssen die Bedingungen für Unternehmenswachstum verbessert werden, um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der EU zu erhöhen.
Die neue Strategie der EU umfasst fünf zentrale Säulen, darunter die Förderung besserer Finanzierungsmöglichkeiten und die Vereinheitlichung regulatorischer Rahmenbedingungen. Ziel ist es, Start-ups und Scale-ups als Triebkräfte für Kreativität und neue Geschäftsmodelle zu positionieren.
Es bleibt abzuwarten, wie diese Strategie in der Praxis umgesetzt wird und welchen Einfluss sie auf das Innovationsökosystem in der EU haben wird. Der Erfolg hängt maßgeblich von einer aktiven privaten Beteiligung ab.