Studierende begeistert Grundschüler für Zukunftsthemen in Vechta!
Rund 170 Studierende des Studienfachs Sachunterricht der Universität Vechta haben im Juni mehrere hundert Grundschulkinder an die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) herangeführt. In einem innovativen Vorgehen wurde das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in die Praxis umgesetzt, was nicht nur den Studierenden, sondern auch den Grundschülern wertvolle Einblicke in zukunftsfähiges Denken und Handeln vermittelte. MyNewsDesk berichtet, dass die Projekttage Teil der universitären Lehramtsausbildung im Fach Sachunterricht sind und vier praxisorientierte „Kinderforschungstage“ an drei Kooperationsschulen in der Region organisiert wurden.
Den Auftakt bildete die Overbergschule in Vechta, wo 28 Studierende mit den Schülern arbeiteten. Es folgten zwei Projekttage an der Paul-Gerhardt-Schule in Cloppenburg mit 110 angehenden Lehrkräften und schließlich der Abschluss an der Grundschule Klingenbergstraße in Oldenburg. Der Fokus der Veranstaltungen lag auf forschendem und handlungsorientiertem Lernen. Die Schulkinder bauten Modelle, experimentierten und diskutierten gesellschaftliche Fragen, um die Relevanz der globalen Ziele zu verstehen.
Förderung durch Bildung für nachhaltige Entwicklung
Die Idee hinter BNE ist es, zukunftsfähiges Denken und Handeln zu fördern. Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung hervorhebt, vermittelt BNE Kompetenzen zur aktiven Gestaltung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Zusammenhänge. Dieses Konzept ist integraler Bestandteil des vierten nachhaltigen Ziels „Hochwertige Bildung“ der UN und somit entscheidend für die Umsetzung der 17 Ziele für eine nachhaltige Gesellschaft.
Das Engagement der Studierenden stieß auf positive Resonanz. Eine Zweitklässlerin der Paul-Gerhardt-Schule bemerkte: „Wir alle müssen die Welt schützen!“, was die vorbildliche Reaktion der Kinder auf die Themen verdeutlicht. Schulleiterin der Paul-Gerhardt-Schule lobte die Studierenden für ihr Engagement und unterstrich die Bedeutung der schulischen Kooperationen.
Verankerung von BNE im Bildungssystem
Die Forschungs- und Lerninitiativen rund um BNE wurden auch im Kontext der Arbeit der Kultusministerkonferenz betrachtet. Laut KMK beschäftigt sich diese seit Jahren mit der Etablierung von BNE in Schulen. Ab 2024 wird eine eigenständige Empfehlung zu BNE in Schulen vorliegen, was die strukturelle Verankerung von Nachhaltigkeit im Bildungssystem weiter stärken wird.
Der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung, der von der KMK und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung entwickelt wurde, dient als wichtige Grundlage für die Entwicklung von Lehrplänen. Dies umfasst Empfehlungen für BNE-Lernprozesse und Unterrichtsmaterialien, die nun stärker in den Lehrbetrieb integriert werden sollen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Aktivitäten der Universität Vechta und die übergreifenden Bemühungen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung einen wesentlichen Beitrag zur Sensibilisierung von Kindern für globale Fragestellungen leisten. Langfristige Lernortpartnerschaften zwischen der Universität und den regionalen Grundschulen sollen fortgesetzt werden, um BNE im Unterricht nachhaltig zu verankern.
