Revolutionäre Studie: Innere Uhr könnte Krebsbehandlung revolutionieren!
Am 1. Juli 2026 stellte Prof. Dr. Angela Relógio ihre neuesten Forschungsergebnisse beim Annual Meeting der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago vor. Der ASCO-Kongress gilt als der weltweit bedeutendste Kongress für Krebserkrankungen, an dem über 40.000 Teilnehmer aus den Bereichen Klinik, Forschung und Industrie teilnehmen. Die Präsentation der Forschungsergebnisse wurde zum zweiten Mal in Folge für diesen prestigeträchtigen Kongress ausgewählt, was die hohe Relevanz und Qualität der Arbeit unterstreicht. Medical School Hamburg berichtet, dass die vorgestellte Arbeit den Titel »Impact of cell-type–specific circadian disruption in pediatric B-ALL on clock-based biomarkers with implications for chronotherapy« trägt.
Die Forschung konzentriert sich auf zelltypspezifische Störungen der inneren Uhr bei Kindern, die an B-Zell-akuter lymphoblastischer Leukämie (B-ALL) leiden. Dabei werden die Auswirkungen auf zirkadiane Biomarker untersucht, die für die Entwicklung einer personalisierten Chronotherapie von Bedeutung sind. Diese Art der Therapie könnte die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Krebstherapien erheblich verbessern und neue Ansätze für eine präzisere Behandlung eröffnen. Prof. Dr. Relógio hebt hervor, wie wichtig der optimale Zeitpunkt für die Behandlung in der Präzisionsmedizin ist.
Forschung im internationalen Rahmen
Das Forschungsprojekt wurde am ISM Institute for Systems Medicine in Zusammenarbeit mit mehreren deutschen Forschungseinrichtungen und Universitätskliniken, darunter die Charité und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie sind nicht nur für Wissenschaftler von Bedeutung, sondern auch für die klinische Praxis. Sie zeigen auf, wie zirkadiane Rhythmen in der Behandlung von Krebserkrankungen sinnvoll integriert werden könnten.
Der ASCO-Kongress bietet nicht nur eine Plattform zum Austausch wissenschaftlicher Ideen, sondern auch die Gelegenheit, internationale Kooperationen auszubauen. Die Teilnehmer nutzen diese Möglichkeit, um die neuesten Entwicklungen in der Krebsforschung zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen. Das Abstract der Studie von Prof. Dr. Relógio wurde zudem im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht und ist für die Öffentlichkeit zugänglich.
