Am 26. Mai 2026 findet an der Universität Osnabrück der Textiltag statt, bei dem Studierende der Textilgestaltung ihre Prüfungsarbeiten präsentieren. Die Veranstaltung wird von 11 bis 17 Uhr im Multifunktionsraum im Erdgeschoss des Studienzentrums (StudZ) ausgerichtet. Der Fokus liegt auf zwei wesentlichen Modulen: dem Praktisch-Methodischen Projekt (PMP) sowie dem Modul „Forschen und Präsentieren in wissenschaftlichen Kontexten“.
Die Exponate der Studierenden befassen sich mit selbstgewählten Prüfungsthemen, die unter dem Oberthema „Von der Handwerklichkeit zur Kunstfertigkeit“ präsentiert werden. Dies bietet den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, eine Vielzahl kunstvoller and vielfältiger textiler Arbeiten zu bewundern. Der Textiltag ist nicht nur eine Ausstellung, sondern auch eine Plattform für Kurzvorträge, die zwischen 15 und 16 Uhr stattfinden.
Kreativität und Forschung im Vordergrund
Die präsentierten Arbeiten zeichnen sich durch ihre kreative Ausführung und die Verbindung von theoretischen Erkenntnissen mit praktischer Umsetzung aus. Hinter den Exponaten stehen intensive Forschungsarbeiten, wie beispielsweise die qualitative Untersuchung von Kinderzeichnungen, die sich mit der Bedeutung zeitlicher Unterbrechungen auseinandersetzt. Diese Forschung stammt von Nike Molsen, einer Master-Studentin der Kunst an der Europa-Universität Flensburg.
Ein weiteres Beispiel für die Verbindung von Theorie und Kunst bildet das Thema „Selbstdarstellung in zeitgenössischer Kunst“, das von Ann-Katrin Arnold behandelt wird. Ihre Arbeit verdeutlicht, wie der Kunstunterricht durch zeitgenössische Fragestellungen bereichert werden kann. Aus einer Vielzahl von Themen, wie etwa „Eingriffe in Repräsentationen von Frauen im öffentlichen Raum“, zeigen Studierende aus unterschiedlichen Fachrichtungen ihre Perspektiven und Erfahrungen.
IMAGO: Kunstpädagogik neu denken
Neben den Prüfungsarbeiten spielt auch die Kunstpädagogik eine bedeutende Rolle, welche von dem Forschungsverbund IMAGO vorangetrieben wird. Dieser Verbund hat sich der systematischen Refundierung der Kunstpädagogik verschrieben und fördert eine Neuorientierung in der Kunstdidaktik. Durch hermeneutisch-kritische Untersuchungen und empirische Forschungen werden zentrale Fragen des Lehrens und Lernens im Fach Kunst thematisiert.
Die IMAGO-Publikationen bieten fundierte Grundlagen für Forschung und Lehre und verbinden aktuelle Forschung mit schulischer Unterrichtspraxis. Dies trägt zur Entwicklung effektiver Unterrichtskonzepte und einer kritischen Fachdiskussion bei. Die Publikationen stehen in engem Austausch mit der Praktik und reflektieren die Bedeutung von Kunst und ästhetischen Erfahrungen in der Bildung.
Durch die Verbindung von Theorie, Kunst und Forschung eröffnet der Textiltag an der Universität Osnabrück einen spannenden Einblick in die vielseitigen Facetten der Textilkunst und deren didaktische Relevanz, die weit über die Ausstellung hinausgeht.
Für weitere Informationen zum Textiltag können Interessierte Christine Löbbers von der Universität Osnabrück kontaktieren: christine.loebbers@uni-osnabrueck.de.