Das Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo) hat heute, am 24. Juni 2026, große Fortschritte in der Automobilforschung verkündet. Im Zentrum stehen zwei neue, für Level-4-fähige autonome Fahrzeuge geeignete Modelle. Diese Entwicklungen sollen nicht nur die Forschung vorantreiben, sondern auch die Integration autonomer Fahrzeuge in bestehende Verkehrssysteme ermöglichen. Laut TU Ilmenau wird der erste Fahrzeugtyp ein batterielektrischer Kia EV6 sein, der speziell für autonome Fahrfunktionen modifiziert wurde.

Dieser Kia EV6 ist nicht nur ein weiteres Elektrofahrzeug, sondern ermöglicht auch „rapid prototyping“ von Algorithmen, Systemen und Betriebsarten. Dies bringt die Forschungsarbeiten im Bereich autonomes Fahren einen entscheidenden Schritt voran. Das zweite Fahrzeug ist der PIX Robobus, der als entscheidendes Element in einer vernetzten Testkette, auch bekannt als „X-in-the-loop“, dienen soll. Der PIX Robobus wird insbesondere bei der Demonstration autonomer Mobilität im öffentlichen Personenverkehr (ÖPNV) eingesetzt.

Transport und Forschungsziele

Die Ankunft des PIX Robobus ist für die Wissenschaftsnacht im Hafen Rotterdam vorbereitet worden und erfolgte per LKW-Transport zum ThIMo. Professor Matthias Hein, Direktor des ThIMo, äußerte Zuversicht über die Möglichkeiten, die diese neuen Forschungsfahrzeuge bieten. ThIMo ist zudem aktiv am Aufbau des AVF-Kompetenzzentrums Thüringen beteiligt.

Das Hauptziel dieses Kompetenzzentrums ist die Erforschung automatisierter Fahrzeuge sowie deren Integration in die Verkehrsstrukturen Thüringens. Die Koordination wird von der Professur für Verkehrssystemplanung an der Bauhaus-Universität Weimar übernommen. Die Bedeutung des Projektes wird durch die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Forschung unterstrichen, das rund 4 Millionen Euro bereitstellt.

Integration in die Verkehrsstruktur

Ein weiteres relevantes Forschungsvorhaben, „Mobilitätsverbund werthaltige ländliche Lebensräume – MOVEwell“, läuft seit 2024 und trägt zur großflächigen Integration von automatisiertem und vernetztem Fahren in Thüringen bei. Ein wichtiger Teil dieses Vorhabens ist die Entwicklung eines integralen Taktfahrplans mit dem Namen „Mein Thüringen-Takt“. Diese Initiative wird durch eine enge Kooperation zwischen verschiedenen Stakeholdergruppen unterstützt.

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Die Federführung dieses Projektes liegt beim Thüringer Minister für Digitales und Infrastruktur und seinem Mobilitätsnetzwerk, was die Priorität und den Entwicklungsdrang in diesem zukunftsorientierten Bereich unterstreicht. Die Entwicklungen im ThIMo und die damit verbundenen Projekte werden zweifelsohne einen wesentlichen Beitrag zur Zukunft des Verkehrs in Thüringen leisten.