Ralf Stappen, ein Visionär und Pionier der Nachhaltigkeit, ist am 24. Juni 2026 verstorben. Er hinterlässt ein bedeutendes Erbe an Ideen und Initiativen, die bis heute an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) weiterwirken. Stappen, der in den 1990er-Jahren Geographie studierte, war maßgeblich daran beteiligt, das Umweltreferat des Studentischen Konvents und den Arbeitskreis Umwelt an der KU aufzubauen. Diese frühen Schritte legten den Grundstein für die heutige Ausrichtung der KU auf Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung.

Stappen initiierte die Umwelt-Ringvorlesung und griff damit die Ergebnisse der UN-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro 1992 auf. Dieser Schritt verdeutlichte seinen Willen, die Agenda 21 als konkreten Handlungsauftrag zu verstehen und aktiv umzusetzen. In Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Studierenden entwickelte er Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung, die nicht nur die Hochschulgemeinschaft, sondern auch die umliegende Region einbezogen.

Engagement im Naturschutz

Eines seiner herausragenden Projekte war die Konzeption des Projekts „Naturschutz und Lebensstile im Naturpark Altmühltal“, das anlässlich des Europäischen Naturschutzjahres 1995 ins Leben gerufen wurde. Die Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt sorgte für die notwendige Unterstützung, damit er verschiedene Fachbereiche der KU mit kommunalen, kirchlichen und gesellschaftlichen Partnern vernetzen konnte.

Stappen verstand es, lokale Fragestellungen mit globalen Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung zu verknüpfen. Sein Engagement erstreckte sich auch weit über die Studienzeit hinaus: Als überzeugter Christ setzte er sich intensiv mit dem Selbstverständnis einer katholischen Universität auseinander und strebte eine Verbindung zwischen wissenschaftlicher Arbeit, gesellschaftlicher Verantwortung und kirchlicher Sozialverkündigung an.

Nach seinem Studium blieb Stappen dem Eichstätter Raum eng verbunden. Viele Jahre war er im Sachausschuss Kirche und Umwelt des Diözesanrats der Katholiken aktiv und war entscheidend an der Umsetzung eines Klimaschutzkonzeptes im Bistum Eichstätt im Jahr 2010 beteiligt. Sein Vermächtnis leitet sich nicht nur aus seinen Projekten ab, sondern auch aus der Inspiration, die er anderen hinterlassen hat, um nachhaltige Praktiken in Hochschule und Gesellschaft zu fördern.

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Nachhaltigkeitsinitiativen und Bildung

In einem breiteren Kontext spielt das BNE-Forum Hochschule, welches die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vorantreibt, eine zentrale Rolle. Das Forum fördert die Netzwerkbildung zwischen Hochschulen und unterstützt die Implementierung von Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung. Es bezieht verschiedene Akteure ein, darunter Dozierende, Studierende und Institutionen, um einen interdisziplinären Austausch zu fördern.

Neuererungen im BNE-Bereich sind ebenfalls geplant. Im November 2024 fand eine BNE-Werkstatt statt, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Zudem wurden neue Formate und die Einbeziehung neuer Akteure für 2022 angestrebt, was den kontinuierlichen Wandel und die Anpassung an die Herausforderungen der Zeit unterstreicht. Das BNE-Forum Hochschule hat auch ein Mission Statement verabschiedet, das die zukünftige Richtung der Hochschulbildung im Bereich Nachhaltigkeit festlegt.

Das Erbe von Ralf Stappen ist somit nicht nur das Produkt seiner eigenen Bemühungen, sondern auch eine Inspirationsquelle für kommende Generationen in der Hochschullandschaft. Sein Engagement für eine nachhaltige Zukunft wird auch weiterhin in den Initiativen der KU und den Entwicklungen im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung spürbar sein.

Für weitere Details zu seinen Projekten besuchen Sie bitte KU, für Informationen zu Naturschutzprojekten lebensraum-altmuehltal.de sowie die Entwicklungen im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung unter bne-portal.de.