In Trier gibt es auch an einem ganz normalen Oktobertag einiges, worauf man sich freuen kann. Die tägliche Kolumne „Ich freue mich …“ ist seit Oktober 2026 in ihrer 13. Staffel erschienen und sammelt solche kleinen und großen Vorfreuden aus der Region. Heute, am 14. Oktober 2026, passt das besonders gut: Manche blicken auf Konzerte, andere auf eine abgegebene Bachelorarbeit, Kartenspiele oder ein letztes Glas Riesling.

Die Ausgabe wurde zuletzt am 14. Oktober 2026 aktualisiert. Unter den Menschen, die zu Wort kommen, ist auch Julia Huber (25) aus Trier-Kürenz. Sie hat ihre Bachelorarbeit abgegeben und dabei ein gutes Gefühl. Huber studiert Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Trier.

Musik zwischen Keller, Abtei und Bürgerzentrum

Rolf Mayer (73) aus Trier-Heiligkreuz freut sich auf drei Konzerte am 6., 8. und 20. November im Keller des Hauses Fetzenreich beim Trierer-Unterwelten-Festival. Das Motto lautet „Liebe ist, wenn …“, auf dem Programm stehen Lieder, Songs und Chansons zum Thema Liebe. Ein Keller, Musik und dieses Thema – da darf es ruhig ein wenig knistern.

Für Bruder Thomas Hochhausen von der Benediktinerabtei St. Matthias gibt es gleich zwei Gründe zur Vorfreude. Er wird am 14. Oktober 63 und freut sich über den großen Zuspruch zur Konzertreihe „Rencontres – Begegnungen in der Abtei St. Matthias“ sowie auf die beginnende Herbstpilgerzeit.

Beim dritten Konzert spielte das lothringische Ensemble Amici Miei unter Martin Folz das barocke Oratorium „Mosè – Risorto Dall’Acque“ von Giovanni Battista Bassani in deutscher Erstaufführung. Fortgesetzt wird die Reihe am 6. Dezember mit adventlicher Chormusik aus Luxemburg von den Duke’s Singers.

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Christian Botzet (49) aus Mehring zählt ebenfalls schon die Tage. Er freut sich auf das Jahresabschlusskonzert seiner Big Band Art of Music am 5. Dezember. Botzet ist Schlagzeuger und Leiter der 20-köpfigen Band, die er vor 33 Jahren gründete. Das Programm „Emotion – Great Ballads“ wird im ausverkauften Bürgerzentrum Schweich aufgeführt. Viel Platz für spontane Abendkasse bleibt da nicht.

Vom Wechselwerk bis zum Kartentisch

Karen Schultze (56) aus Trier arbeitet als Schauspieldramaturgin am Stadttheater. Sie freut sich über ihren vielseitigen Beruf und die Arbeit mit unterschiedlichen Menschen und Künstlern. Besonders gespannt ist sie auf die Produktion „Wir sind noch einmal davongekommen“. Das Stück eröffnet am 10. Oktober die neu gebaute Interimsspielstätte „Wechselwerk“.

Zoey Petratzek (28) aus Trier-Süd freut sich derweil auf regelmäßige Kartenspielrunden, bei denen meist „Magic“ gespielt wird. Kein Bühnenlicht, kein Orchestergraben – dafür Karten auf dem Tisch und vermutlich die eine oder andere Diskussion über den nächsten Zug.

Claudia Porten (57) stammt aus Salzburg und zog vor 20 Jahren aus privaten Gründen nach Schweich. Als Gästeführerin der Trier Tourismus und Marketing GmbH freut sie sich darauf, Gästen ihre Wahlheimat zu zeigen. Sie kennt also nicht nur den Weg, sondern auch die Geschichten dahinter.

Riesling, Popkultur und Cosplay

Silvia Orth (29) aus Bad Kreuznach freut sich auf ein weiteres Glas Riesling mit ihrer Freundin Katarina am Weinstand auf dem Trierer Hauptmarkt. Viel Zeit bleibt dafür in dieser Saison nicht mehr: Die Weinstand-Saison 2026 endet dort am 1. November.

Amelie Halama (14) aus Konz schaut nach dem diesjährigen japanischen Sommerfest „Minna no Matsuri“ schon auf die nächste Play!Con. „Minna no Matsuri“ wird seit 2023 ehrenamtlich auf dem Trierer Nikolaus-Koch-Platz veranstaltet und verbindet japanische Popkultur und Tradition.

Die fünfte Play!Con findet am 7. und 8. November im Messepark Trier statt. Dort geht es um Gaming und Cosplay – also um virtuelle Welten, Kostüme und vermutlich ziemlich viele Details, an denen lange gearbeitet wurde. Vom Nikolaus-Koch-Platz in den Messepark ist es ein Ortswechsel, die Begeisterung für japanische Popkultur bleibt.

Die Vorfreuden dieser Staffel liegen damit dicht beieinander: wissenschaftliches Aufatmen nach der Bachelorarbeit, Musik im Keller, barocke Klänge in St. Matthias, Theater im „Wechselwerk“, Riesling auf dem Hauptmarkt und Kartenrunden in Trier-Süd. Für den Kalender heißt das: November und Dezember sind schon ziemlich gut gefüllt.