Die Technische Universität Chemnitz hat heute bekannt gegeben, dass sie bis zum 17. August 2026 Bewerbungen für die Ausrichtung der PartWiss-Konferenzen in den Jahren 2027, 2028 und 2029 entgegennimmt. Diese Ausschreibung erfolgt erstmals bundesweit in einem wettbewerblichen Verfahren. Zielgruppe sind Hochschulen, wissenschaftliche Einrichtungen sowie partizipationsstarke Praxispartner. PartWiss ist eine jährlich stattfindende Konferenzreihe zur Vernetzung und Stärkung partizipativer und transdisziplinärer Forschung in Deutschland, die seit 2022 bereits in Berlin, Chemnitz und Leipzig erfolgreich durchgeführt wurde.
Wie tu-chemnitz.de berichtet, bringt die Konferenzreihe Forschende, zivilgesellschaftliche Akteure, Förderorganisationen und Praxispartner zusammen, um den Austausch zu fördern. Für jede der drei Konferenzen werden Fördermittel von bis zu 225.000 Euro pro Standort bereitgestellt. Dies soll neue Orte, Perspektiven und Partnerschaften für die Partizipation in der Wissenschaft sichtbar machen. Bewerbungen müssen Konzeptskizzen mit einem Jahresthema, inhaltlichem Konzept und Vorschlägen zu Vernetzungsformaten enthalten.
Ziele und Inhalte der Bewerbung
Die Ausschreibung verfolgt mehrere Ziele. Dazu zählen die Vernetzung der Communities, die Stärkung der Diskurse über partizipative Forschung sowie die Verbesserung der Zugänglichkeit der Konferenzen. Zusätzlich sind Synergien mit lokalen Veranstaltungen und Wissenschaftsfestivals erwünscht, um das Konzept der Partizipation weiter zu verbreiten. Die Konferenzreihe wird von Jun.-Prof. Dr. Andreas Bischof geleitet, der auch für die Konzeption und Organisation verantwortlich ist.
Im Rahmen des Projektes PartWiss, welches von Partnern wie dem CeRRI, dem Fraunhofer IAO und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung unterstützt wird, wurden zudem wichtige Impulse für die Partizipation in der Wissenschaftslandschaft in Deutschland gesetzt. Diese Initiative wurde maßgeblich durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, bekannt als BMBF, unterstützt. Die Gründung von PartWiss ging auf verschiedene Vorlagen wie das „Grundsatzpapier zur Partizipation“ und das „Grünbuch Partizipation im Bereich Forschung“ zurück.
Erweiterung der Wissensressourcen
Das Projekt zielt ebenfalls darauf ab, die Einbindung nicht-wissenschaftlicher Akteure in die Partizipationskonferenzen zu stärken. Dabei sind weitere Informationen und Dokumentationen auf der Projektwebseite www.partizipation-wissenschaft.de zu finden. Diese Ressourcensammlung umfasst zentrale Grundsatz- und Positionspapiere sowie eine Open Access-Literaturdatenbank relevanter Veröffentlichungen.
Die laufenden Entwicklungen werden durch das Engagement der Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung e.V. (GTPF) weiter unterstützt. Diese Gruppe wurde im Jahr 2023 gegründet und hat sich der Förderung von Partizipation in der Forschung verschrieben. Ein starker Fokus liegt darauf, die Partizipationsstrategie in der Forschung weiter zu verbreiten und zu verbessern.
Abschließend lässt sich sagen, dass die PartWiss-Konferenzen eine zentrale Rolle im Austausch über partizipative Forschung in Deutschland spielen. Mit der Möglichkeit, neue Gastgeber zu finden und innovative Themen zu setzen, könnte sich die Konferenzreihe zu einem noch wichtigen Forum für Wissenschaftler und Praktiker entwickeln.