Mitten in der Dortmunder Innenstadt bekommt die Technische Universität Dortmund einen neuen Ort. Im Hansa Carré entstehen Hochschulflächen, die voraussichtlich im Herbst 2026 bezogen werden sollen. Rektor Manfred Bayer nennt die Präsenz in der City ein wichtiges Projekt – und tatsächlich liegt der künftige Campus dort, wo sonst Passantinnen einkaufen, auf Busse warten oder schnell noch einen Kaffee trinken.

Rund 5.000 Quadratmeter auf zwei kompletten Etagen sind für die Universität vorgesehen: im zweiten und dritten Obergeschoss des Gebäudes. Der Mietvertrag läuft über 25 Jahre und wurde im Dezember 2024 unterzeichnet. Bei der Unterzeichnung war auch Wissenschaftsministerin Ina Brandes dabei. Sie erklärte, die neuen Flächen stärkten die Verbindung zwischen der TU Dortmund und der Stadt und machten den Studienort attraktiver.

Lernplätze, Säle und Fenster zum Hansaplatz

Geplant sind rund 350 Lernplätze für Studierende. Dazu kommen zwei multifunktionale Seminarräume mit Fensterfront sowie zwei große, innenliegende Veranstaltungssäle. Räume für Dialogformate mit Dortmunder Schülerinnen und Bürger*innen gehören ebenfalls zum Konzept. Vorträge, Dialogveranstaltungen und Konzerte sollen dort möglich sein – also nicht nur stilles Tippen über halb kalten Kaffee hinweg.

Eine neu errichtete Treppe führt vom eigenen Foyer im Erdgeschoss an der Ecke Hansaplatz/Brauhausstraße zunächst zu den Dialogflächen im ersten Stock und anschließend weiter zum zentralen Hochschulbereich. In die zuvor geschlossene Kaufhausfassade an der Brauhausstraße wurden großformatige Fenster eingebaut. Die Panoramafenster geben den Blick auf den Hansaplatz und den Alten Markt frei.

Ein eigenes Café wird die TU Dortmund in den angemieteten Flächen nicht betreiben. Stattdessen will die Universität die Gastronomie in der Innenstadt mitnutzen. Für Studierende bedeutet das: raus aus dem Gebäude, rein ins Stadtleben – manchmal vermutlich auch in die Schlange vor der Bäckerei.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

SportScheck bleibt im Haus

Derzeit nutzt SportScheck die Flächen und verkleinert sein Verkaufsareal. Unterhalb der Hochschulbereiche, im zweiten und dritten Obergeschoss, betreibt das Unternehmen weiterhin seine Ladenflächen. Die Möglichkeit für die TU Dortmund ergab sich, nachdem sich vor rund zwei Jahren abzeichnete, dass der damalige Hauptmieter sich verkleinern wollte. So konnten langfristig passende Räume angemietet werden.

Das Hansa Carré wurde 2001 auf dem Gelände des früheren mittelalterlichen Dortmunder Rathauses errichtet. Eigentümer ist das Dortmunder Familienunternehmen DIAG Immobilien. Dem Mietvertrag ging ein hochschulweiter Beteiligungsprozess voraus; Rektorat, Hochschulrat und Senat sprachen sich für das Vorhaben aus.

Auch das Ruhr Innovation Lab, ein Exzellenzverbund mit der Ruhr-Universität Bochum, soll von den neuen Flächen profitieren. Die TU Dortmund rückt damit nicht nur näher an die Innenstadt, sondern schafft zugleich Platz für Austausch zwischen Hochschule, Stadtgesellschaft und regionaler Wissenschaft.

Einzug in einer Stadt im Wandel

Die Umnutzung des Hansa Carré fügt sich in eine Entwicklung ein, bei der frühere Warenhaus- und Handelsflächen neue Aufgaben bekommen können. Für den als Quelle genannten PDF-Auszug des Regionalverbands Ruhr liegen allerdings lediglich fragmentierte Binärdaten vor; lesbare Nachrichtenartikeltexte oder überprüfbare Sachinformationen enthält dieser Inhalt nicht.

Fest steht daher vor allem, was an der Ecke Hansaplatz/Brauhausstraße bereits sichtbar wird: neue Fenster in einer früher geschlossenen Fassade, ein eigener Universitätseingang und hinter den Türen bald viele Plätze zum Lernen. Heute ist der 29.10.2026 – der angekündigte Einzug im Herbst 2026 liegt damit unmittelbar vor der Tür beziehungsweise, je nach Baufortschritt, vielleicht schon dahinter.