Die Technische Universität München (TUM) und die Dieter Schwarz Stiftung (DSS) haben eine Fördervereinbarung geschlossen, die das Ausbildungsangebot am TUM Campus Heilbronn entscheidend erweitern wird. Laut TUM wird eine neue Spezialisierung im Bereich Chipdesign eingeführt, die Teil des Masterstudiengangs Information Engineering sein wird. Diese spezialisierte Ausbildung steht im Kontext einer umfassenden Förderung, die über einen Zeitraum von sechs Jahren die benötigten personellen, organisatorischen und technischen Voraussetzungen schaffen soll.

Der geplante Start dieses neuen Studienangebots wird im Wintersemester 2026/27 erfolgen. Das Augenmerk liegt auf der Ausbildung von Fachkräften für die wachsenden Bereiche der energieeffizienten Künstlichen Intelligenz (KI), eingebetteter Systeme und industrieller Automatisierung. Die TUM beabsichtigt, ihre Stärken in den Bereichen Information Engineering, Mikroelektronik und KI an der Schnittstelle zur Industrie auszubauen.
Die Zusammenarbeit mit innovationsorientierten Unternehmen in der Region Heilbronn soll die Brücke zwischen Forschung und industrieller Anwendung schlagen, wie Dieter Schwarz Stiftung hervorhebt.

Fakultätsausbau und interdisziplinäre Schwerpunkte

Mit der neuen Fördervereinbarung wird der Campus Heilbronn zudem zu einem Zentrum für digitalen Wandel. Die DSS hat bereits elf Professuren in Informatik an der TUM finanziert, die an der Schnittstelle von Management und Technologie Arbeit leisten werden. Davon werden neun Professuren am TUM Campus Heilbronn angesiedelt und zwei am Standort in Garching. Diese Professuren werden über einen Zeitraum von 30 Jahren vollständig finanziert.

Für die TUM ist dies bereits die zweite große Fördermaßnahme innerhalb kürzester Zeit; vor zwei Jahren wurden von der DSS insgesamt 20 Professuren in Wirtschaftswissenschaften gestiftet, darunter 13 in Heilbronn. Künftig werden also insgesamt 22 Professorinnen und Professoren der TUM am Campus Heilbronn forschen und lehren. Diese Stärkung führt zu einem interdisziplinären Profil, das Management- und Informatikstudien kombiniert und die gesamte Kette vom Sensor über das Informatiksystem bis hin zum Geschäftsmodell betrachtet.

Ausbau des Studienangebots

Der Campus wird nicht nur sein bestehendes Studienangebot, das derzeit einen Bachelor- und zwei Masterstudiengänge umfasst, erweitern. Geplant sind zudem neue Programme, darunter ein berufsbegleitender Masterstudiengang sowie neue MBA-Programme. TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann betont die zentrale Rolle, die diese neue Ausrichtung für die digitale Transformation und die Zukunftssicherung von Arbeitsplätzen in der Region spielen wird.
Prof. Reinhold R. Geilsdörfer von der DSS hebt die entscheidende Bedeutung von Innovationen in der Informatik hervor, um den technologischen Wandel aktiv zu gestalten.

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Die Informatik der TUM genießt international hohe Anerkennung und steht laut dem „World University Ranking“ von „Times Higher Education“ auf Rang 18 weltweit. Die Fakultät, die mit rund 45 Professuren und etwa 6.600 Studierenden die größte an der TUM ist, ist stark in die Vernetzung mit Ingenieur-, Natur-, Lebens- und Sozialwissenschaften integriert.