Eine aktuelle Umfrage der Universität Hohenheim zeigt, dass viele Deutsche die Nationalelf als Favoriten für die bevorstehende FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sehen. Unter 1.000 Befragten in Deutschland wurde jedoch deutlich, dass nur rund 20% mit einem Titelgewinn rechnen. Stattdessen erwarten mehr als 50% der Teilnehmer ein Ausscheiden spätestens im Viertelfinale.
Obwohl Deutschland am häufigsten als möglicher Weltmeister genannt wird, ist die Euphorie im Vergleich zu den 2010er-Jahren gesunken. Spanien und Frankreich haben sich ebenfalls als ernsthafte Titelanwärter etabliert, mit Erwähnungsraten von 19% und 18%. Der Titelverteidiger Argentinien ist für lediglich 4,7% der Befragten eine Option.
Erwartungen und Eindrücke
Die Umfrage zeigt, dass 21,5% der Befragten den Titelgewinn für Deutschland erwarten, während 6% die Nationalelf als Vizeweltmeister sehen. Rund 27% glauben an eine Finalteilnahme, doch mehr als die Hälfte der Befragten geht von einem frühen Ausscheiden aus.
Das allgemeine Interesse an der WM hat sich im Vergleich zur vorherigen Ausgabe 2022 erholt. Interessanterweise möchten nun viele Zuschauer nicht nur die Spiele der deutschen Nationalmannschaft verfolgen. Lediglich 16% hatten zu angegeben, kein Interesse an Spielen zu haben; im Vorjahr waren es noch 27%.
Bewertung des Bundestrainers
Die Meinung über die Vertragsverlängerung von Bundestrainer Julian Nagelsmann wird teilgenommen. 43% der Deutschen bewerten diese Entscheidung positiv, wobei etwa ein Viertel sie ablehnt und fast ein Drittel keine klare Meinung hat. Im Vergleich zu seinem Vorgänger Hansi Flick wird Nagelsmann von den Befragten besser angesehen.
Die Umfrage zeigt zudem eine Skepsis gegenüber dem neuen Turnierformat, das mit zusätzlichen Show-Elementen aufwartet. Nur etwa 25% der Befragten erwarten positive Auswirkungen auf den Tourismus und die Wirtschaft. Darüber hinaus glauben rund 20%, dass das Fussballinteresse in Nordamerika nachhaltig gesteigert wird.
Die Erhebung wurde zwischen dem 24. April und 10. Mai 2026 durchgeführt. Die Ergebnisse veranschaulichen die komplexen Erwartungen und die verhaltene Begeisterung der deutschen Fußballfans in diesem intensiven Jahr der Fußballgeschichte.