Universität Göttingen startet große Förderinitiative zur Forschungsexzellenz
Die Universität Göttingen hat am 2. Juli 2026 die strategische Förderinitiative „The Power of Cooperation“ ins Leben gerufen. Damit soll die internationale Strahlkraft sowie die Forschungsexzellenz der Universität gestärkt werden. Das Projekt wird im Rahmen der niedersächsischen Förderinitiative „Potenziale strategisch entfalten“ (PSE) finanziert, die vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gemeinsam mit der VolkswagenStiftung gefördert wird.
Die Initiative hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ein Budget von 15 Millionen Euro. Ziel ist die Positionierung der Universität Göttingen als international anerkannte Volluniversität. Bei der Umsetzung setzt die Universität auf drei strategische Pfeiler: die Schaffung von fünf Campus Research Alliances, die Plattform GöttingenConnect zur Intensivierung interdisziplinärer Forschungskooperationen sowie die Frühförderung von Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen.
Kick-off-Workshop und strategische Planung
Der Startschuss für die Initiative fiel beim Kick-off-Workshop am 30. Juni 2026 in der Alten Mensa. Über 80 Teilnehmende, darunter Wissenschaftler*innen und Mitglieder des Senats, diskutierten die strategischen Chancen und Umsetzungsschritte. Prof. Dr. Brümmer, Vizepräsident für Forschung und Nachhaltigkeit, präsentierte das Projekt und erklärte die strategische Verantwortung, die bei ihm liegt. Die operative Projektkoordination wird von der Abteilung Forschung und Transfer übernommen.
Diese neue Initiative ist Teil eines breiteren Plans, den auch andere Universitäten in Niedersachsen verfolgen. Insgesamt haben alle 20 staatlichen Universitäten in Niedersachsen an der Förderinitiative „Strategisch Potenziale entwickeln“ teilgenommen. Die Anträge wurden von einem internationalen Expertengremium bewertet, das klare Kriterien anlegte, wie z. B. Innovationsgrad und geplante Kooperationen.
Förderung der Forschungslandschaft in Niedersachsen
Neben der Universität Göttingen wurden auch andere Hochschulen in Niedersachsen gefördert. Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg erhält beispielsweise 22,5 Millionen Euro für die Stärkung der exzellenten Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie zur Netzwerkbildung mit internationalen Partnern. Ziel ist, sich als Innovationszentrum im Nordwesten zu etablieren.
Die Technische Universität Braunschweig hingegen setzt auf ein umfassendes, kollaboratives Forschungssystem. Ihr Ansatz „Ecoversity“ zielt darauf ab, traditionelle akademische Grenzen zu überwinden, und erhält ebenfalls 22,5 Millionen Euro, um biomedizinische Forschung und nachhaltige Lebensräume zu fördern.
Auch die Leuphana Universität Lüneburg spielt eine wichtige Rolle in der niedersächsischen Forschungslandschaft. Ihr Engagement für grundlegende Transformationsprozesse wird mit 18,5 Millionen Euro gefördert. Hier sollen Forschungsthemen wie Demokratie, Nachhaltigkeit und digitale Kultur eine zentrale Rolle spielen.
Insgesamt sind diese Initiativen darauf ausgelegt, die Stärken der Universitäten in Niedersachsen weiterzuentwickeln und gezielte Unterstützung für innovative, zukunftsorientierte Projekte zu bieten. Mit der Initiative „The Power of Cooperation“ positioniert sich die Universität Göttingen als ein wesentlicher Akteur in dieser Entwicklung und strebt danach, ihre internationale Sichtbarkeit und Forschungskompetenz nachhaltig zu steigern. Mehr über die geplanten Maßnahmen informiert uni-goettingen.de und zukunft.niedersachsen.de.
