Heute, am 25.09.2026, reicht der Blick von der Uni Münster weit über den Campus hinaus: Die vergangene Woche in der Region war voll mit Streit, offenen Fragen, Ermittlungen und einigen Nachrichten, die erst einmal sacken müssen. Im Kreis Gütersloh sorgten Drohungen an einer Jungentoilette des Städtischen Gymnasiums Gütersloh und an der Anne-Frank-Schule für Unruhe. Der Unterricht am Städtischen Gymnasium fand dennoch statt; Eltern konnten ihre Kinder zu Hause lassen. Die Polizei ermittelte einen Verdächtigen.

Auch in Harsewinkel wird ermittelt. Im Kassenautomaten des Bäderbetriebs fehlte eine fünfstellige Summe. Die Stadt erstattete Strafanzeige gegen Unbekannt. Unterdessen plant die KHO, die Geriatrie des St.-Lucia-Hospitals Harsewinkel nach Gütersloh zu verlagern. Ein Neubau am St.-Elisabeth-Hospital soll 54,5 Millionen Euro kosten, viele Details sind allerdings noch offen.

Geld, Politik und Abschiede

Politisch sorgte der Gütersloher CDU-Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus für Gesprächsstoff. In einer Fraktionssitzung soll er Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert haben. Medien bezeichneten seine Äußerungen als „Generalabrechnung“ und „Wutrede“. Zu seiner geforderten Neuausrichtung der Unionspolitik äußerte er sich anschließend nicht näher.

Nach einem Musikevent vor einem Café in Wiedenbrück gab es in sozialen Medien Beleidigungen gegen die Betreiberin. Bei Mohn Media in Gütersloh steht derweil ein Einschnitt bevor: Das Farbbuchgeschäft soll wegen sinkender Umsätze und hoher Konkurrenz bis 2027 eingestellt werden. Für rund 70 Beschäftigte werden Lösungen gesucht; Betriebsrat und Verdi fordern Gespräche.

Pater George bleibt nach einem Gespräch mit dem Erzbistum Paderborn beurlaubt. Er fühlt sich nach eigenen Angaben ernst genommen, offene Fragen bestehen aber weiter. Im Schuhhaus Monkenbusch begann der Ausverkauf. Das Geschäft besteht seit 108 Jahren.

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Im Kreis Warendorf überschattete ein schwerer Unfall nahe Brilon die Woche. Ein 92-jähriger Mann aus Oelde starb, seine Beifahrerin aus Ennigerloh wurde verletzt. In Warendorf geht es außerdem um Geld, das bislang nicht geflossen ist: Nach Angaben des Kämmerers hat die Stadt offene Forderungen von 598.000 Euro gegenüber Krankenkassen wegen der Finanzierung von Rettungsdienstfahrten.

Schulen, Busse und ein Hotel mit Fragezeichen

Der geplante Neustart des Hotels Westermann im Oelder Ortsteil Lette unter Führung der Klosterpforte Marienfeld ist noch nicht endgültig besiegelt. Im Ort wird eine mögliche Wiedereröffnung begrüßt. Ob McDonald’s in Oelde eine Filiale eröffnet, bleibt ebenfalls offen; für das betreffende Grundstück im Gewerbegebiet A2 gibt es weitere Interessenten.

Busfahrer auf den Strecken zwischen Münster, Telgte und Warendorf berichten von zunehmenden Beleidigungen, falschen Anschuldigungen und Schlägereien. In Ennigerloh wird die Zahl der Kinder voraussichtlich sinken. Deshalb soll in der Kernstadt ein Grundschulstandort aufgegeben werden.

Schulen und Kitas in Beckum werden vorerst weder flächendeckend mit Klimaanlagen ausgestattet noch als öffentliche „Kälteinseln“ eingerichtet. Der Rat lehnte eine entsprechende Bürgeranregung ab. Eine Entscheidung, die bei sommerlicher Hitze vermutlich nicht überall für Begeisterung sorgte.

Sport, Training und eine vermisste Sponsorin

Auf dem Sportplatz wurde es zugleich sozial: Die Ü32 des VfL Bochum trat beim Ahlener SK IV zu einem Benefizspiel an, die Einnahmen werden gespendet. Die Warendorfer SU startete schwach in die Bezirksliga. Trainer Christian Klemann nannte dafür mehrere Gründe.

Eine Nachricht aus dem Umfeld der Bundeschampionate wirft Fragen auf: Sheikha Fatima aus Abu Dhabi, Hauptsponsorin der Veranstaltung, wird seit Monaten vermisst. Außerdem stellte ein Beitrag das Training mit Reformer Pilates vor. Der in Kopenhagen lebende Manuel Knepper startet weiterhin für den LV Oelde und stellte eine neue Bestmarke auf.

Schwere Fälle und ein ernüchternder Verkehrscheck

Im Hochsauerland kam es zu einer Gewalttat zwischen zwei Teenagern und zwei Männern. Ein 15-Jähriger starb, ein 18-Jähriger wurde mit Stichverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zwei Verdächtige aus Hamm kamen vor den Haftrichter.

Der öffentliche Nahverkehr in den Kreisen Warendorf und Gütersloh schneidet im ÖV-Atlas 2026 unter den Erwartungen ab. Auf dem Land fehlen insbesondere dichte Taktungen und kurze Wege. Wer auf dem Dorf unterwegs ist, kennt das Warten an Haltestellen – manchmal fühlt sich eine Verbindung schon dann gut an, wenn sie überhaupt kommt.

Deutschlands Polstermöbelhersteller verzeichnen Umsatzrückgänge und Kurzarbeit. Als Gründe wurden unter anderem die Konkurrenz durch Ausgaben für Urlaubsreisen und die allgemeine Marktlage genannt.

Forscher der Universität Münster untersuchten spirituellen Missbrauch in zwei geistlichen Gemeinschaften in zwei Bistümern, darunter Münster. Dabei soll über Jahre Unterwerfung gefordert und Macht ausgeübt worden sein. In einem Behindertenheim in Bad Oeynhausen soll es über Jahre systematische gewaltsame Übergriffe auf Bewohner gegeben haben. Die Anklage führt Hunderte Vorfälle auf.

Für die Einordnung dieser Sicherheits- und Gewaltmeldungen liefert die zusätzlich genannte Quelle keinen weiteren belastbaren Kontext: Der bereitgestellte Inhalt des Handouts zur Polizeilichen Kriminalstatistik NRW 2025 enthält keine lesbaren Nachrichteninformationen, sondern fragmentierte PDF-Daten und komprimierte Binärdaten. Mehr lässt sich daraus seriös nicht herauslesen.

Quelle: Die Glocke
Weitere Quelle: Ministerium des Innern NRW