Der HSV Insel Usedom ist gut in die neue Saison der Handball-Regionalliga Ostsee-Spree gestartet. Nach drei Spielen steht die Mannschaft aus Ahlbeck im Landkreis Vorpommern-Greifswald auf Tabellenplatz zwei. Vorne liegt der Lausitzer HC Cottbus – mit bislang 20 erzielten Toren mehr.

Am Sonnabend wird daraus ein direktes Duell: Beide Teams treffen in der Pommernhalle Ahlbeck aufeinander. Anwurf ist um 19 Uhr. Der HSV setzt dabei auf die Unterstützung seiner Fans; in der Halle dürfte es also ordentlich laut werden.

Ribnitz wartet auf den ersten Sieg

Der Ribnitzer HV hat bisher einen Punkt gesammelt. Den holte der Aufsteiger beim Unentschieden im Vorpommern-Duell gegen Greifswald. Am Sonnabend soll nun der erste Saisonsieg her. Gegner ist NARVA Berlin, los geht es um 18 Uhr in der Sporthalle am Mühlenberg.

Auch die weiteren Mannschaften aus der Region sind am Wochenende gefordert: Die SG Uni Greifswald/Loitz spielt am Sonntag bei Blau-Weiß Berlin. Der HC Vorpommern-Greifswald tritt ebenfalls am Sonntag bei der zweiten Mannschaft des HC Empor Rostock an.

Ein Verein mit langer Sprungbrett-Geschichte

Der HSV Insel Usedom e. V., vollständig Handballsportverein Insel Usedom e. V., ist ein deutscher Handballverein von der Insel Usedom. Der HSV wurde im April 2006 gegründet, seine Vereinsfarben sind Blau und Weiß. Präsident ist Thomas Heilmann, Trainer Uwe Kalski. Heimspielstätte ist die Pommernhalle Ahlbeck mit 1.200 Plätzen; Vereinsangaben führen den Klub in der Regionalliga. Die Website lautet www.usedom-handball.com.

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Entstanden ist der Verein nach der Insolvenz des HSV Blau Weiß Insel Usedom. Auch die Handballsparte des SV Ückeritz schloss sich dem neu gegründeten Klub an. Heute nimmt der HSV Insel Usedom mit 18 Handballmannschaften am laufenden Spielbetrieb teil. Die erste Männermannschaft ist die höchstklassige Mannschaft des Vereins. Ihr Kader basiert überwiegend auf Spielern aus der eigenen Nachwuchsarbeit; wirtschaftlicher Träger ist die HSV Insel Usedom Marketing GmbH & Co. KG.

Der Weg zwischen den Spielklassen war dabei selten schnurgerade. Von 2010 bis 2013 spielte die erste Männermannschaft in der 3. Liga. Nach dem Abstieg 2012/13 folgte in der Saison 2013/14 die Oberliga Ostsee-Spree. Als Meister der Saison 2014/15 gelang erneut der Sprung in die 3. Liga, nach nur einer Saison ging es wieder hinunter. 2023 stieg Usedom abermals in die 3. Liga auf, 2024 folgte nach nur einer Saison der nächste Abstieg. In der Saison 2023/24 belegte das Team den 16. Platz und stieg aus der 3. Liga ab.

Vom Zweitliga-Aufstieg bis zum Nachwuchsstützpunkt

Historisch reicht die Bilanz noch weiter zurück: 2003/04 wurde Usedom Erster der Regionalliga Nordost und stieg in die 2. Bundesliga auf; 2004 wird ebenfalls als Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga geführt. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist dieser einmalige Aufstieg in die 2. Bundesliga der Männer.

Zweite Plätze in der Regionalliga Nordost gab es 1999/2000, 2000/01 und 2002/03. 2009/10 folgte dort erneut Rang zwei samt Aufstieg in die 3. Liga Nord. Meister der Oberliga Ostsee-Spree wurde Usedom 2012 und 2023. In der Oberliga HVMV holte der Verein 1991/92, 1993/94, 1995/96 und 1998/99 jeweils die Landesmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommerns.

Ahlbeck ist außerdem Leistungsstützpunkt des Handballverbandes Mecklenburg-Vorpommern für die männliche Jugend. In den Nachwuchsmannschaften spielen zahlreiche Auswahlspieler. Aus dem Verein gingen der deutsche Nationalspieler Johannes Sellin und der polnische Nationalspieler Mateusz Zaremba hervor. Am Sonnabend, wenn gegen Cottbus um 19 Uhr angepfiffen wird, dürfte sich zeigen, wie weit der aktuelle HSV auf seinem nächsten Anlauf schon ist.