Am 25. Mai 2026 wurde eine besondere Ehrung im Bereich der internationalen Hochschulkooperation vollzogen. Prof. Rafał Matera, Rektor der Universität Lodz, überreichte der Präsidentin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), Prof. Katharina Lorenz, die Medaille „Universitatis Lodziensis Amico“. Diese Auszeichnung wird für außergewöhnliche Verdienste um die Völkerverständigung und die akademische Zusammenarbeit verliehen.
Die jahrzehntelange Partnerschaft zwischen der JLU und der Universität Lodz wurde bereits 1978 offiziell besiegelt. Seither hat sich die Zusammenarbeit nicht nur auf verschiedene Fachbereiche erstreckt, sondern auch das Gießener Zentrum östliches Europa (GiZo) sowie die Arbeitsstelle für Holocaustliteratur integriert. Diese enge Vernetzung hat es den beiden Institutionen ermöglicht, umfangreiche wissenschaftliche Austauschprojekte in vielen Disziplinen durchzuführen.
Kernpunkte der Zusammenarbeit
In seiner Rede betonte Prof. Matera die langjährige und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den Universitäten. Dies erstreckt sich über eine Vielzahl von Fachgebieten. Die JLU und die Universität Lodz kooperieren in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Erziehungswissenschaften, Politikwissenschaft, Sozial- und Kulturwissenschaften, Kunst und Geschichte, Germanistik, Slavistik, Anglistik, Mathematik, Geografie, Physik und Chemie. Dieses breite Spektrum unterstreicht die Vielseitigkeit und den tiefen Austausch, der zwischen den Hochschulen stattfindet.
Prof. Lorenz hob zudem die Bedeutung des europäischen Zusammenhalts hervor. Der wissenschaftliche Austausch bleibt ein Schlüssel zur Förderung eines gemeinsamen europäisches Verständnisses. Fördermöglichkeiten hierfür bestehen durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), Erasmus+-Mittel, Drittmittelförderungen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und im Rahmen des LOEWE-Programms.
Innovationen im Austausch
Ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit wurde im Jahr 2020 mit der Einrichtung von Information Points an beiden Universitäten gemacht. Diese Stellen sollen den Austausch zwischen den Studierenden und Wissenschaftlern fördern und erleichtern. In der Planung stehen bereits weitere Treffen, so ist ein zukünftiges Treffen zwischen den Universitäten vom 28. bis 30. Oktober in Lodz vorgesehen, um die Kooperation weiter zu vertiefen.
Die Auszeichnung von Prof. Lorenz mit der Medaille „Universitatis Lodziensis Amico“ stellt somit nicht nur eine Würdigung ihrer Arbeit dar, sondern auch einen wichtigen Meilenstein für die fortwährende und wertvolle Partnerschaft zwischen der JLU und der Universität Lodz, wie uni-giessen.de berichtet.