Studierende der Universität Vechta haben sich erneut für die Förderung der Deutschkompetenzen von Schülerinnen und Schülern mit Flucht- und Migrationserfahrung engagiert. Diese Initiative fand an der Geschwister-Scholl-Oberschule (GSO) statt und zielte darauf ab, die Sprachfähigkeiten in praxisnahen Situationen weiterzuentwickeln. Das Projekt, das aus einem Service Learning Seminar zum Thema „Bildung im Kontext von Flucht und Migration“ am Zentrum für Lehrerinnenbildung (ZfLB) der Universität hervorgegangen ist, umfasst kreative, fachliche und bewegungsorientierte Aktivitäten.

Zu den vielfältigen Aktivitäten gehörten unter anderem das Nähen von Reiskissen, das Bemalen von T-Shirts sowie ein sprachsensibler Fachunterricht. Zudem wurde eine Backgruppe ins Leben gerufen, die den Schülerinnen und Schülern nicht nur kulinarische Fähigkeiten vermittelte, sondern auch zur Sprachförderung beitrug. Spiele und Tanzaktivitäten ergänzten das Angebot, das viele der Schülerinnen und Schüler motivierte und ihre Sprachfähigkeiten auflockerte. In einer Abschlussveranstaltung an der Universität Vechta wurden die Ergebnisse der Projekte präsentiert.

Vielfältige Lernmethoden

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, die gestalteten Produkte, wie T-Shirts und Reiskissen, mit nach Hause zu nehmen. Ein Quiz zur Überprüfung des neu erworbenen Wissens gehörte ebenfalls zum Programm. Zudem erhielten alle Teilnehmer ein Teilnahmezertifikat, was nicht nur das erlernte Wissen dokumentierte, sondern auch ihre Motivation weiter steigerte. Besonders hervorzuheben ist, dass die Schüler Lesezeichen für die Studierenden gestalteten und diese anschließend ihren Lehrkräften überreichten.

Die Studierenden konnten durch dieses Projekt wertvolle praktische Erfahrungen im schulischen Kontext sammeln. Die Rückmeldungen von Lehrkräften der GSO, wie Marina Schmieder, sowie Aslı Demircan vom ZfLB waren durchweg positiv und lobten die Initiative als gelungen. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen wurde beschlossen, das Kooperationsseminar im kommenden Wintersemester fortzusetzen.

Bedeutung der Integration

Die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund spielt eine zentrale Rolle in der Schullandschaft. Die Kultusministerkonferenz hebt hervor, dass Eltern und Lehrkräfte eine besondere Verantwortung bei der Förderung der Integration tragen. In einer gemeinsamen Erklärung mit Organisationen von Menschen mit Migrationshintergrund wurde das Thema Bildungs- und Erziehungspartnerschaften behandelt, unter dem Titel „Integration als Chance – gemeinsam für mehr Chancengerechtigkeit“.

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Konkrete Maßnahmen zur Förderung und Umsetzung dieser Partnerschaften an Schulen wurden definiert. Dabei spielen regelmäßige Berichte der Länder über ihre Fortschritte eine wichtige Rolle. Die Kultusministerkonferenz führt zudem jährlich Gespräche, um die Umsetzung der beschlossenen Ziele zu überprüfen und weitere Empfehlungen zur Verbesserung der Integration sowie des Schulerfolgs von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund festzulegen.