Am 18. Mai 2026 wurde Prof. Dr. iur. Volker Epping einstimmig zum neuen Vorsitzenden der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen (LHK) gewählt. Dieser Schritt fand vor Ablauf der regulären Amtszeit statt, da die bisherige Vorsitzende, Professorin Dr. Susanne Menzel-Riedl, zum 1. Oktober 2026 die Leitung der Universität Münster übernimmt. Prof. Dr. Epping ist derzeit Präsident der Leibniz Universität Hannover und engagiert sich bereits seit 2015 in der LHK Niedersachsen.

Die Wahl von Epping ist nicht nur ein Neuanfang, sondern auch ein Zeichen für Kontinuität: Er wurde bereits 2020 und zuletzt 2025 in den Vorstand der LHK gewählt. Als Hochschulrechtler gilt er als zentraler Ansprechpartner für hochschulpolitische und hochschulrechtliche Fragen. Aus der Versammlung gab es positive Rückmeldungen zu seiner Kandidatur. Prof. Dr. Alexander Schmehmann, Präsident der Hochschule Osnabrück, wurde als neues Vorstandsmitglied und stellvertretender LHK-Vorsitzender gewählt.

Herausforderungen und Verantwortung

In seiner ersten Rede nach der Wahl betonte Epping die Bedeutung von Perspektive und Handlungsfähigkeit für die Hochschulen, besonders in Zeiten umfassender Herausforderungen. Während Epping die Leitung der LHK übernimmt, plant die Niedersächsische Landesregierung eine Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG), um die Hochschullandschaft zu modernisieren. Dies geschieht mit dem Ziel, die strategische Weiterentwicklung von Studienbereichen, Lehre und Forschung zu fördern.

Der Entwurf der Novelle, der kürzlich zur Verbandsbeteiligung freigegeben wurde, verspricht eine verstärkte Eigenverantwortung der Hochschulen. Entscheidungsprozesse sollen dabei verschlankt und die Autonomie der Hochschulen erhöht werden. Wesentliche Bestandteile sind die Schaffung von mehr Flexibilität für Studierende und verlässlichere Karriereperspektiven für Beschäftigte. Außerdem liegt ein Fokus auf der Unterstützung von Forschenden in einem innovativen Arbeitsumfeld.

Strategische Weiterentwicklung der Hochschulen

Die geplante Novelle basiert auf einem Austausch mit der LHK Niedersachsen sowie mit Gewerkschaften und Verbänden. Hochschulen erhalten dadurch mehr Autonomie, insbesondere bei der Einrichtung oder Änderung von Studiengängen, während Zielvereinbarungen mit dem Land nur in besonderen Fällen bestehen bleiben. Auch die Einführung eines Promotionsrechts für Hochschulen für angewandte Wissenschaften ist geplant, um neue Karrierewege zu schaffen.

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Zusätzlich soll jede Institution ein eigenes Baubudget erhalten, um Bau- und Sanierungsvorhaben schneller umsetzen zu können. Die Studierendenwerke werden ermutigt, Dritte mit Mensaleistungen zu marktüblichen Entgelten zu versorgen. Um das Studium zu verbessern, sind Flexibilität im Studienangebot, ein Orientierungsstudium sowie ein Gebührenerlass in finanziellen Notlagen vorgesehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl von Volker Epping zum Vorsitzenden der LHK einen Neuanfang für die niedersächsischen Hochschulen darstellt. Gleichzeitig stehen weitreichende Änderungen im Hochschulgesetz an, die Chancen für zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen schaffen könnten. Epping und die Niedersächsische Landesregierung arbeiten damit an der Schaffung eines dynamischen und anpassungsfähigen Hochschulsystems.

Weitere Details zur Wahl und zu den geplanten Gesetzesänderungen finden sich in den Artikeln von uni-hannover.de und stk.niedersachsen.de.