Am 4. Juni 2026 beteiligt sich die Katholische Universität (KU) an der bundesweiten Aktionswoche „Wissenschaft gegen Faschismus“. Diese Initiative zielt darauf ab, autoritäre und rechte Tendenzen in der Gesellschaft kritisch zu beleuchten und zu hinterfragen. Mathias Schmitt, Koordinator des Aktionsprogramms an der KU, hebt die Wichtigkeit von Mut, Engagement und Zivilcourage im Kampf gegen den Rechtsruck in Deutschland hervor.
Die Aktionswoche stellt ein klares Zeichen gegen Faschismus und für ein starkes Miteinander in der Gesellschaft dar. Im Rahmen dieser Woche wird ein umfassendes Programm an der KU angeboten, das sich mit verschiedenen wissenschaftlichen Themen auseinandersetzt. Dazu gehören ethische Objektivität, autoritäre Dynamiken, kritische Soziologie und antirassistisches Handeln. Zudem wird eine Watchparty zur Hauptveranstaltung der Aktionswoche aus Berlin veranstaltet.
Wissenschaftler und Studierende im Einsatz
An den Veranstaltungen der Aktionswoche beteiligen sich zahlreiche Wissenschaftler, darunter Prof. Dr. Joost van Loon, Prof. Dr. Karin Scherschel, Dr. Rémy Bocquillon und Abdou Rahime Diallo. Die Studierenden Nele Jona Frenssen und Lian Pelz haben maßgeblich an der Vorbereitung der Aktionen mitgewirkt. Schmitt betont immer wieder, dass Wissenschaft eine gesellschaftliche Verantwortung trägt und sich aktiv mit demokratiegefährdenden Entwicklungen auseinandersetzen muss.
Die Aktionswoche wird von der Initiative „Studis gegen rechts“ und weiteren Unterstützern initiiert. Unter dem gemeinsamen Motto wird ein Raum geschaffen, in dem der Begriff „Faschismus“ im Kontext aktueller politischer Entwicklungen diskutiert wird. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Prozess des „Faschisierens“, der das kulturelle und systemische Wandeln beschreibt und in den aktuellen Debatten starke Resonanz findet.
Verantwortungsbewusste Wissenschaft
Gemäß dem Hochschulrahmengesetz (HRG), § 7, ist das verantwortliche Handeln in einem demokratischen Rechtsstaat das Ziel der Lehre und Forschung. Die Aktionswoche fördert nicht nur Diskussionen über die strategische und definitorische Verwendung des Begriffs „Faschismus“, sondern auch darüber, wie Wissenschaftler*innen als aktive Teilnehmer*innen in gesellschaftliche Prozesse eingreifen können. Eine wichtige Fragestellung ist die Verantwortung von Wissenschaftler*innen in Zeiten, in denen autoritäre Tendenzen an Bedeutung gewinnen.
Die Initiative „Wissenschaft gegen Faschismus“ möchte die universitären Institutionen öffnen und einen Austausch mit der Zivilgesellschaft anregen. Hierbei soll die Aktionswoche als Forum dienen, um Wege zur Überwindung autoritärer Verhältnisse zu finden und Bildungseinrichtungen für gesellschaftlich relevante Diskussionen zu öffnen. Weitere Informationen zur Aktionswoche können unter wissenschaft-gegen-faschismus.de abgerufen werden.