Wolfgang Mücke zeigt 50 Jahre Kunst im Museum am Widumhof
Wolfgang Mücke öffnet am Sonntag, 4. Oktober, anlässlich seines 70. Geburtstags die Türen zu einer Ausstellung im Museum am Widumhof. Von 13:00 bis 17:00 Uhr können Besucher dort Arbeiten aus mehr als 50 Jahren seines künstlerischen Schaffens sehen und mit dem Künstler ins Gespräch kommen.
Zu entdecken gibt es Werke aus seiner Schulzeit ebenso wie aktuelle plastische Arbeiten. Unterschiedliche Techniken machen sichtbar, wie breit Mückes künstlerischer Weg angelegt ist. Ein Nachmittag also, an dem man nicht bloß durch Räume geht, sondern ruhig auch ein paar Fragen mitbringen darf.
Vom Unterallgäu über Berlin nach Urbach
Geboren wurde Mücke im Unterallgäu. Sein Interesse an Kunst entwickelte sich früh. Trotzdem blieb die eigene künstlerische Arbeit zunächst meist im Hintergrund: Mücke studierte Architektur an der TU Berlin und an der Universität Stuttgart, arbeitete anschließend im Büro von Prof. Roland Ostertag und später bei der Kreissparkasse. Der Beruf ließ wenig Zeit für Pinsel, Material und Experimente.
Mit der Zeit entstand mehr Freiraum für künstlerische Aktivitäten. Mücke besuchte Malkurse bei Renate Busse und Kalligrafiekurse bei Renate Mildner Müller. Bei Hans Komm beschäftigte er sich mit Druckgrafik und Konkreter Kunst. Dazu kamen Bildhauerkurse in Stein bei Michael Schützenberger sowie in Holz bei Ebba Kaynak.
MalWe, Kunstnacht und ein Blick auf „Urbach“
Seit mehr als 20 Jahren ist Wolfgang Mücke aktives Mitglied der Urbacher Künstlervereinigung MalWe. Die Gruppe besteht seit fast 25 Jahren und zeigt regelmäßig Werke von Urbacher Künstlerinnen und Künstlern. „MalWe“ steht für „Malen und Werken“ – ein schlichter Name, der ziemlich genau beschreibt, worum es dort geht.
Seit 2008 nimmt Mücke außerdem regelmäßig als Gastkünstler an der Schorndorfer Kunstnacht teil, und zwar im Atelier von Rüdiger Penzkofer. Auch die Geschichte der Künstlergruppe ist mit dem Museum im Widumhof verbunden: Am Samstag, 27. November 2021, stellte MalWe dort trotz der Corona-Pandemie erstmals seit deren Ausbruch wieder aus.
Damals waren verschiedene Werke und Stile sowie die im Laufe des Jahres entstandenen Arbeiten zu sehen. Das Sonderthema lautete „Urbach“. Wolfgang Mücke erläuterte die Kunstwerke in der „Urbacher Ecke“.
Am 4. Oktober richtet sich der Blick nun auf Mückes eigenes Schaffen – von frühen Arbeiten aus der Schulzeit bis zu den aktuellen plastischen Werken. Wer vorbeischaut, kann die Ausstellung besichtigen, den unterschiedlichen Techniken nachspüren und direkt mit dem Künstler sprechen. Der Ort dafür: das Museum am Widumhof; der Anlass: 70 Jahre Wolfgang Mücke und mehr als ein halbes Jahrhundert Kunst.
