Am 9. Juli 2026 wird an der HafenCity Universität (HCU) in Hamburg eine bedeutende Innovation im Bereich der Gebäudetechnik präsentiert. Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow und Prof. Dr.-Ing. Tanja Skottke haben einen neuen Fachartikel veröffentlicht, der die Digitalisierung als Schlüsselfaktor für die Zukunft des Bauens hervorhebt. Im Rahmen des Bachelorstudienprogramms Technische Gebäudeausrüstung mit Digitaler Infrastruktur (TGA mit DI) wird der Fokus auf klimaneutrale, intelligente und digitale Gebäude gelegt. Dies entspricht einem klaren Trend, der in der aktuellen Bauindustrie zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Die HCU-Präsidentin Prof. Dr. Tanja Skottke betont die Dringlichkeit der Vermittlung von Fachwissen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Um den Herausforderungen der modernen Ingenieurpraxis gerecht zu werden, ist interdisziplinäres Denken eine Schlüsselkompetenz. Das Studium verspricht praxisnahe Inhalte und eröffnet somit vielversprechende Berufsperspektiven in einem Bereich, der zunehmend nach qualifizierten Fachkräften verlangt. Interessierte sollten sich jedoch sputen, denn die Bewerbungsfrist endet bereits am 15. Juli.

Technologien und Innovationen im Smart Building

Die Entwicklungen im Bereich der Smart Building Technologien sind rasant. Diese Technologien erfassen und steuern verschiedene Aspekte eines Gebäudes miteinander. Das Internet of Things (IoT) spielt hierbei eine zentrale Rolle, indem es physische Objekte mit Sensoren und Software verknüpft. Das Ziel ist die automatische Anpassung von Heizung, Lüftung und anderen Systemen an die jeweilige Situation. Sensoren sammeln kontinuierlich Umgebungsinformationen, die dann von einem Computersystem ausgewertet werden, um entsprechende Anpassungen durch Aktoren vorzunehmen.

Ein weiteres wichtiges Konzept im Smart Building Bereich ist der digitale Zwilling. Dies ist ein Computermodell, das nicht nur das Gebäude abbildet, sondern auch alle technischen Einrichtungen steuert. Der digitale Zwilling ermöglicht eine Vernetzung der Daten einzelnen Komponenten und bietet so umfassenden Zugang zu historischen Daten, was zu einer besseren Transparenz und Ressourcennutzung führt. Sicherheitslösungen können durch Gebäudeautomation zwar nicht ersetzt, aber effektiv ergänzt werden.

Digitale Möglichkeiten und Herausforderungen im Bauwesen

Die Digitalisierung im Bauwesen ist nicht mehr wegzudenken und umfasst Technologien wie Building Information Modeling (BIM), Virtual Reality, Robotik und 3D-Scans. Diese digitalen Tools verändern grundlegend die Arbeitsprozesse über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken: von der Planung über die Ausführung bis hin zum Betrieb. Der Einsatz solcher Technologien optimiert nicht nur Arbeitsprozesse, sondern sichert auch die Verfügbarkeit von Fachkräften im Bauwesen.

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Die Automatisierung von Teilprozessen durch Künstliche Intelligenz ermöglicht dabei erhebliche Effizienzsteigerungen. Dennoch stehen Akteure in der Baubranche vor bedeutenden Herausforderungen, darunter die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und die Erreichung der Klimaziele. Ein zentraler Punkt ist der verantwortungsvolle Umgang mit Daten, von dem alle Beteiligten im Bauwesen profitieren sollen. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bau (BMWSB) fördert die Nutzung offener Schnittstellen und Standards, um die Digitalisierung weiter voranzutreiben.

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Transformation des Bauwesens durch Digitalisierung immense Chancen bietet. Die vollständige Ende-zu-Ende Digitalisierung der Planungs- und Genehmigungsprozesse, insbesondere durch BIM, stellt einen entscheidenden Schritt dar, um Effizienzsteigerungen im Bauwesen zu realisieren. Der Weg in die Zukunft des Bauens ist digital, und die nächste Generation von Ingenieuren, die an der HCU ausgebildet werden, ist bestens darauf vorbereitet.