Am 16.07.2026 fand an der FernUniversität in Hagen ein bemerkenswertes Symposium statt, das sich mit der Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Hochschulbildung beschäftigte. Die Veranstaltung wurde vom KI-Campus-Hub NRW in Zusammenarbeit mit dem KI:Expertisezentrum.nrw und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft organisiert. Das Symposium brachte eine Vielzahl von Referentinnen und Referenten zusammen, die über die Chancen und Herausforderungen von KI in akademischen Kontexten diskutierten.

Prof. Dr. Claudia de Witt betonte die Notwendigkeit, klare Grenzen beim Einsatz von KI-gestützten Technologien im Studium zu setzen. Sie wies darauf hin, dass trotz der zunehmenden Durchdringung durch KI, die Hochschule auch weiterhin als „sozialer Ort“ fungieren sollte, wie Dr. Peter Salden hervorhob. In ihrer Keynote thematisierte Prof. Dr. Doris Weßels die zukünftige Rolle von KI-Agenten in der Hochschulbildung und hob die entscheidenden Fähigkeiten dieser Agenten hervor: sie planen, entscheiden und handeln selbstständig.

Innovationen und Workshops

Im Rahmen des Symposiums wurden drei Workshops angeboten, die sich mit Anwendungsszenarien von KI-Agenten, Avataren und Androiden auseinandersetzten. Diese Zielsetzung verdeutlicht den aktuellen Trend zur Individualisierung und Flexibilisierung in der Hochschulbildung, der durch digitale Technologien ermöglicht wird. Prof. Dr. Kevin Liggieri diskutierte die Entwicklung neuer Lernagenten und erörterte funktionalistische Vorstellungen vom Lernen. Ein Konsens bildete sich auch bezüglich der Wichtigkeit eines gesunden Misstrauens im Umgang mit KI-Systemen, sowie der Notwendigkeit, klar definierte Leitplanken für deren Einsatz zu schaffen, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz und Transparenz.

Die FernUniversität verfolgt mit ihrer KI-Strategie das Ziel, Innovation mit Verantwortung zu verbinden. Der Austausch über hybride Intelligenz und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine steht im Mittelpunkt aktueller Bildungsinitiativen, um sicherzustellen, dass technologische Fortschritte die Lernenden und das Bildungssystem als Ganzes unterstützen.

Förderung der digitalen Hochschulbildung

Die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Hochschulbildung wird nicht nur durch solche Veranstaltungen gefördert, sondern auch durch umfassende politische Maßnahmen. Seit Ende 2021 unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Bund-Länder-Initiative „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“. Diese zielt darauf ab, Studiengänge, intelligente Assistenzsysteme und KI-basierte Lern- und Prüfungssysteme zu entwickeln, um die Ausbildung zu modernisieren und die Kompetenzen sowohl von Studierenden als auch Hochschulpersonal zu verbessern.

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Projekte zur Förderung von KI-Kompetenzen
2LIKE: Entwicklung KI-basierter Lernangebote an der Universität Ulm
ALI: Interdisziplinäres Studienangebot an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
CAVAS+: KI-gestütztes Assistenzsystem zur Studienplanung an der Universität Potsdam
IKILeUS: Modulares Lehrangebot zur Stärkung von KI-Kompetenzen an der Universität Stuttgart
INTER-AGENT: KI-Lehrinhalte in Gesundheitsberufen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin
KI Rollout: KI-Qualifizierung für Studierende und Lehrende an der Hochschule Trier
KISS: Untersuchung von KI-Potenzialen in verschiedenen Bereichen an der Hochschule Furtwangen

Insgesamt zeigt sich, dass die Digitalisierung in den Hochschulen neue Möglichkeiten schafft, die Lehre zu verbessern und Studierenden zu helfen. Die zahlreichen Projekte, die unter dem Dach der Bund-Länder-Initiative gefördert werden, belegen, dass der Hochschulsektor bestrebt ist, KI als Schlüsseltechnologie zu nutzen, um Bildung gerechter und leistungsfähiger zu gestalten.

Das nächste KI-Symposium ist bereits in Planung, und die Folien sowie Aufzeichnungen der aktuellen Veranstaltung werden auf der Tagungswebseite veröffentlicht, um den Austausch und die Diskussion über die Integration von KI in die Hochschulbildung weiter voranzutreiben.

Für weitere Informationen zur Förderung der digitalen Hochschulbildung und den aktuellen Projekten konsultieren Sie BMFTR und Bildungsserver.