In den kommenden Wochen steht die Akademische Mittagspause an der Universität Heidelberg ganz im Zeichen von Schule und Bildung der Zukunft. Vom 18. Mai bis zum 2. Juli wird eine Reihe von Veranstaltungen stattfinden, die verschiedene Perspektiven auf die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) in Bildungsprozessen beleuchten. Initiatoren sind die Heidelberg School of Education, die das Ziel verfolgt, die Lehrkräftebildung nachhaltig zu stärken. In dieser Veranstaltung werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Einblicke in verschiedene Fachdisziplinen geben, darunter Sprachen, MINT-Fächer, Geschichte und Philosophie. Uni Heidelberg berichtet, dass der Auftakt von Dr. Dennis Dietz (HSE) am 18. Mai zum Thema „Was soll die Schule der Zukunft?“ erfolgt.

Nachdem Dr. Dietz die ersten Impulse gesetzt hat, folgt am 19. Mai ein Vortrag von Prof. Dr. Ekkehard Felder, der das Thema „Sprache als Ersatzreligion“ behandelt. Einen Tag später wird Prof. Dr. Claudia Hildebrandt von der Pädagogischen Hochschule über „Informatikkompetenzen für alle“ sprechen. In den 23 weiteren Veranstaltungen werden entsprechende Themen wie rassismuskritische Bildung und der gesellschaftliche Aufstieg durch Bildung behandelt. Nach den Kurzvorträgen, die jeweils 15 Minuten dauern, wird es die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und in die Diskussion einzutauchen.

Der Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf die Bildung

Die Präsentation dieser Themen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem KI nicht nur in der Bildung, sondern auch in der Berufsorientierung und Beratung verstärkt Einzug hält. Studien zeigen, dass KI-Tools mittlerweile zur Optimierung von Bewerbungsunterlagen eingesetzt werden. Hierbei helfen sie, persönliche Dokumente auszuwerten und den Beratungsalltag erheblich zu erleichtern. Jedoch gibt es auch Bedenken bezüglich des Datenschutzes, insbesondere wenn es um das Hochladen sensibler Informationen auf KI-Systeme geht. Die BIBB hebt hervor, dass die SchwaerzApp eine Lösung bietet, indem sie Dokumente lokal anonymisiert und somit ohne Cloud und Datenweitergabe arbeitet.

Ferner wird das Thema KI auch im Kontext der sozialen Arbeit immer relevanter. Themen wie ethische Fragestellungen und der Umgang mit Algorithmen stehen hier im Vordergrund. Nicht nur in der Hochschulbildung wird KI eingesetzt, sondern auch in verschiedenen Projekten, die auf die Professionalisierung erwachsenenpädagogischer Lehrkräfte abzielen. Der Bildungsserver informiert über die Bund-Länder-Initiative „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“, die seit Ende 2021 verschiedene Projekte unterstützt, darunter der KI-Campus.

Perspektiven einer digitalisierten Welt

Künstliche Intelligenz verändert die Informationskompetenz in einer zunehmend digitalisierten Welt. KI-gestützte Anwendungen wie Suchmaschinen und Sprachassistenten erleichtern den Zugang zu Informationen und stellen somit neue Anforderungen an künftige Schüler und Lehrer. Ziel der Akademischen Mittagspause in Heidelberg ist es, diese Themen für ein fachfremdes Publikum auf leicht verständliche Weise zu präsentieren.

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Dass die Diskussion um Bildung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz an Bedeutung gewinnt, zeigt sich auch in der breiten Palette an Themen, die vorgestellt werden. Der Dialog über richtige Bildungswege ist so relevant wie nie zuvor, und die Akademische Mittagspause stellt einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Lehramtsausbildung dar.