Am 30. April 2026 unterzeichneten die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg und die Dr. Franjo Tuđman Defense and Security University eine wichtige Absichtserklärung. Diese Vereinbarung bildet die verbindliche Grundlage für eine künftige Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Lehre und Weiterbildung. Die Unterzeichnung fand im Rahmen des internationalen Round Tables „Stability and Security – 3SI“ statt, der im Kontext des Three Seas Initiative (3SI) Summit durchgeführt wurde. Hierbei standen Themen wie Sicherheit, Stabilität und gesellschaftliche Resilienz in der Region der 3SI im Fokus.

Die Partnerschaft soll systematisch und langfristig ausgebaut werden. Im Gegensatz zu temporären Projekten wird die Zusammenarbeit eine stabile Basis bieten. Die Absichtserklärung definiert gemeinsame Leitlinien und schafft damit einen verlässlichen Rahmen für künftige Aktivitäten. Geplante akademische Initiativen umfassen gemeinsame Forschungsprojekte, wissenschaftliche Publikationen sowie den Austausch von Studierenden und wissenschaftlichem Personal. Die Weiterentwicklung von Studienangeboten wird ebenfalls eine zentrale Rolle spielen, wobei die Anerkennung von Studienleistungen perspektivisch Berücksichtigung finden soll.

Schwerpunkt auf Weiterbildung und Resilienz

Ein besonderer Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der Weiterbildung und dem lebenslangen Lernen in sicherheitsrelevanten Tätigkeitsfeldern. Die konkrete Umsetzung von Projekten erfolgt dabei einzelfallbezogen und in Abstimmung mit den institutionellen Schwerpunkten beider Universitäten. Zudem wird die Autonomie der Partner gewahrt, während hohe ethische Standards eingehalten werden.

Die Helmut-Schmidt-Universität baut damit ihre internationale Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsforschung weiter aus. Dies erfolgt vor dem Hintergrund der Three Seas Initiative, die 2016 ins Leben gerufen wurde. Die Initiative, die von den Präsidenten Polens und Kroatiens ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, die mangelnde Infrastruktur entlang einer Nord-Süd-Achse in Mittel- und Osteuropa zu verbessern. Inspired by a report from the Atlantic Council, which identified infrastructural gaps due to the division of Europe by the Iron Curtain, the initiative is designed to bolster cooperation in energy, transport, digital communication, and economy.

Wirtschaftliche und sicherheitsrelevante Aspekte der 3SI

Die Three Seas Initiative hat seither eine Reihe von Gipfeltreffen veranstaltet. Bei jedem 3SI-Gipfel findet ein Wirtschaftsforum statt, das intraregionale Geschäftsabschlüsse erleichtern soll. Der Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der wirtschaftlichen Konnektivität, insbesondere durch den Three Seas Initiative Investment Fund, der darauf abzielt, zwischen 3 und 5 Milliarden USD zu sammeln, zunächst unterstützt von staatlichen Entwicklungsbanken und zunehmend auch von privaten Investoren.

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Ein Bericht des Internationalen Währungsfonds (IMF) besagt, dass jeder Euro, der in Infrastruktur investiert wird, langfristig zwischen 1,70 und 2,50 Euro zurückbringt. Die Initiative wird als entscheidend für den zukünftigen Wohlstand in der Region angesehen und soll auch zur Erhöhung der Sicherheit, insbesondere durch den Nord-Süd-Gas-Korridor, beitragen. Verbesserte Infrastruktur wird nicht nur die Mobilität innerhalb der Region fördern, sondern auch neue Beziehungen zwischen Nachbarländern ermöglichen. Damit passt das Projekt in die übergeordnete Mission der 3SI, den Lebensstandard der Menschen in den seit 30 Jahren souveränen Nationen zu verbessern.

Die Erklärung von Dubrovnik, die von 12 Staaten unterzeichnet wurde, bekräftigt die Bedeutung der Zusammenarbeit im Rahmen der EU und die Möglichkeit einer US-Beteiligung an der 3SI. Die wirtschaftlichen Vorteile der Initiative sind klar: stärkere Konnektivität soll das Wirtschaftswachstum fördern und das Leben in der Region insgesamt verbessern.