Die Welt der Chemie ist im Wandel, und an der Universität Konstanz wird diese Entwicklung aktiv mitgestaltet. Im Rahmen des Projekts „KI-BMX – Künstliche Intelligenz, Big Data und Mixed Reality: Erleben – Erkennen – Entwickeln“ wird die chemische Ausbildung durch digitale Technologien bereichert. Gefördert vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) mit knapp 90.000 Euro, bietet dieses innovative Lehrmodul den Studierenden die Möglichkeit, darauf aufbauend hochmoderne Fertigkeiten zu erlernen.

Das Projekt zielt darauf ab, angehende Chemiker:innen und Studierende verwandter naturwissenschaftlicher Studiengänge an datengetriebene Methoden heranzuführen. „Wir möchten den Studierenden nicht nur theoretische Kenntnisse vermitteln, sondern ihnen auch zeigen, wie sie digitale Werkzeuge in der Praxis anwenden können“, erläutert Prof. Alexander Wittemann, einer der Projektleiter. Sowohl er als auch Prof. Lena Barra und Prof. Johannes Huwer betonen die wichtige Rolle von Data Science und digitalen Methoden in der Chemieforschung.

Praxisnahe Ausbildung

Studierende des Bachelorstudiums in Chemie, Lehramt-Chemie, Life-Science und Nanoscience werden die Gelegenheit haben, an realen Forschungsbeispielen der Universität zu arbeiten. Dabei lernen sie, chemische Daten kritisch zu bewerten und KI-Werkzeuge reflektiert einzusetzen. Das Modul soll nicht nur in Konstanz, sondern als übertragbares Konzept auch für andere Hochschulen nutzbar gemacht werden.

Die Förderung erfolgt im Rahmen einer bundesweiten Initiative, die insgesamt 1,6 Millionen Euro zur Stärkung der Datenwissenschaften in der Chemieausbildung bereitstellt. Der FCI unterstützt dabei 23 Hochschulen, wobei Baden-Württemberg besonders profitiert. Hier werden neben der Universität Konstanz auch Einrichtungen wie die Universitäten Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Ulm und die Hochschule Mannheim gefördert.

Digitale Zukunft der Chemie

In Zeiten, in denen die Digitalisierung auch die Chemie- und Pharmaindustrie erfasst hat, ist die Notwendigkeit, Studierende auf diese Veränderungen vorzubereiten, größer denn je. Frank Zägel, Geschäftsführer der BIPSO GmbH, betont bei der symbolischen Übergabe der Fördersumme, dass es essentiell ist, den Studierenden digitale Technologien näherzubringen. Durch Projekte wie „KI-BMX“ sollen künftige Chemiker:innen darauf vorbereitet werden, die Herausforderungen einer digitalisierten Branche zu meistern.

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Insgesamt zeigt das Modul „KI-BMX“ nicht nur das Engagement der Universität Konstanz für innovative Lehrmethoden, sondern auch die zukunftsorientierte Ausrichtung der Chemieausbildung in Deutschland. Die Verschmelzung von Chemie und digitalen Technologien ist somit ein Schritt in die richtige Richtung, um den Anforderungen einer sich schnell verändernden Arbeitswelt gerecht zu werden.