Bayern verteidigt Tabellenführung in Freiburg trotz Kompany-Ausfall und Gnabrys 100. Bundesliga-Tor
Der FC Bayern München hat am 25. Oktober 2026 beim SC Freiburg mit 3:1 (2:0) gewonnen und nach sieben Spieltagen die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga verteidigt. Für den zuvor stark gestarteten SC Freiburg war es die erste Heimniederlage der Saison. Gespielt wurde bei Nieselregen – zunächst wirkte die Partie eher zäh, dann nahm sie Fahrt auf.
Vincent Kompany fehlte nach seinem Zusammenbruch am Trainingsplatz zwei Tage zuvor. Der Bayern-Trainer war ins Krankenhaus gebracht worden und verfolgte das Spiel von dort. Laut Sportvorstand Max Eberl wird seine Rückkehr nicht in Tagen, sondern erst in Wochen erwartet. Co-Trainer Aaron Danks übernahm vorerst die Verantwortung an der Seitenlinie.
Upamecano eröffnet, Gnabry schreibt Geschichte
Bayern trat ohne mehrere Leistungsträger an. Joshua Kimmich fehlte weiterhin wegen eines Trauerfalls in seiner Familie. Auch Manuel Neuer, Min-Jae Kim, Luis Díaz, Aleksandar Pavlovic und Jamal Musiala standen nicht zur Verfügung. Jonathan Tah trug die Kapitänsbinde, Konrad Laimer rückte ins defensive Mittelfeld.
In der 16. Minute ging München nach einer Balleroberung in Führung. Michael Olise spielte den Pass auf Dayot Upamecano, der aus dem Mittelfeld nach vorne stürmte und im Alleingang Torhüter Mio Backhaus bezwang. Kurz darauf verhinderte Upamecano gegen Lucas Höler den Freiburger Ausgleich. Backhaus musste außerdem gegen Olise, Lennart Karl und Nathaniel Brown eingreifen.
Das 2:0 fiel in der 42. Minute: Brown kombinierte auf der linken Seite mit Serge Gnabry, der aus spitzem Winkel traf. Für Gnabry war es das 100. Bundesliga-Tor. Ein runder Moment, auch wenn auf den Rängen wahrscheinlich niemand Zeit hatte, ihn lange zu feiern.
Nach der Pause kontrollierte Bayern das Spiel und erspielte sich weitere Chancen. Harry Kane setzte einen Kopfball in der 57. Minute über die Latte. Backhaus parierte außerdem gegen Ismael Saibari und Brown. Die Vorentscheidung blieb zunächst aus.
Freiburg kommt zurück – Olise macht den Deckel drauf
In der 82. Minute brachte ein missglückter Klärungsversuch den SC wieder ins Spiel. Jordy Makengo flankte von links, der eingewechselte Tom Bischof lenkte den Ball beim Abwehrversuch ins eigene Tor – 1:2. Freiburg erhöhte danach den Druck, und bei Bayern wurde es plötzlich unruhig.
In der 90.+1 Minute parierte Jonas Urbig entscheidend gegen einen gefährlichen Kopfball aus kurzer Distanz. In der Nachspielzeit musste Freiburgs Backhaus weit vor seinem Tor klären, verlor dabei den Ball. Olise eroberte ihn und schob in der 90.+5 Minute aus der Distanz ins leere Tor. 3:1. Aus, vorbei.
Sechs Tage vor dem direkten Duell zog Bayern damit wieder an Borussia Dortmund vorbei. Beide Teams haben 17 Punkte, München liegt wegen der besseren Tordifferenz auf Platz eins. Nach sieben Spielen stehen für Bayern fünf Siege, zwei Unentschieden und keine Niederlage zu Buche; das Torverhältnis lautet 25:6 (+19). Dortmund kommt auf 12:4, Freiburg und Bayer 04 Leverkusen jeweils auf 13 Punkte – Freiburg mit 16:9, Leverkusen mit 16:12.
Ein Klassiker, ein Pokalspiel und ein Fragezeichen auf der Bank
Bevor es in der Bundesliga gegen Dortmund geht, spielt Bayern im DFB-Pokal gegen den 1. FC Magdeburg. Das nächste Ligaspiel ist am 31. Oktober um 17:30 Uhr der deutsche Klassiker: Bayern München gegen Borussia Dortmund. Am 7. November folgt um 14:30 Uhr die Partie beim 1. FSV Mainz 05.
Auch im Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid am 3. November wird Kompany voraussichtlich fehlen. Die Assistenten um Danks sollen diese Partien betreuen. Unter der Woche hatte Bayern in der Champions League gegen den FC Arsenal 2:2 gespielt.
Die Zahlen der Saison 2026/27 passen zum Münchner Ballbesitzfußball: 161 Torschüsse, 25 Tore, 62 Prozent Ballbesitz und eine Passquote von 89,6 Prozent. Dazu kommen 677 gewonnene Zweikämpfe, 78 gewonnene Kopfduelle, 45 Flanken aus dem Spiel, 4.980 intensive Läufe und 1.163 Sprints. Bayern lief 870,5 Kilometer, beging 72 Fouls am Gegner und sah sechs Karten – allesamt gelbe. Viermal traf die Mannschaft Pfosten oder Latte, ein Elfmeter wurde verwandelt, ein Eigentor steht ebenfalls zu Buche.
Im Kader stehen die Torhüter Manuel Neuer, Sven Ulreich, David Podar-Stiube und Jonas Urbig. Zur Verteidigung gehören Dayot Upamecano, Minjae Kim, Jonathan Tah, Nathaniel Brown, Alphonso Davies, Hiroki Ito, Sacha Boey und Josip Stanišić. Im Mittelfeld sind Joshua Kimmich, Tom Bischof, Jamal Musiala, Konrad Laimer, Ismael Saibari, Bara Sapoko Ndiaye, Lennart Karl, Aleksandar Pavlović, David Santos Daiber und Maycon Cardozo aufgeführt. Im Angriff stehen Serge Gnabry, Harry Kane, Luis Díaz, Michael Olise, Bastian Assomo und Tim Binder. Trainer bleibt Vincent Kompany.
Die vergangenen Ligaspiele: Am 10. Oktober spielte der FC Augsburg gegen Bayern München 2:2, am 17. Oktober gewann Bayern München gegen RB Leipzig 6:1, am 25. Oktober folgte das 3:1 beim SC Freiburg. Auf der Bayern-Seite tauchen daneben die Themen „Zittern bis zum Schluss“, „Zu hoch, aber verdient gewonnen“, „Bayern muss Luis Díaz ersetzen“ und „Ein Bayern-Spieler fällt verletzt aus“ auf; außerdem gibt es Beiträge zum Power-Ranking, zu Schiedsrichteransetzungen, Ballon-d’Or-Kandidaten und ein Spieltags-Quiz.
An der TU Dortmund dürfte der Blick damit schon auf den 31. Oktober gerichtet sein. Bayern hat den kleinen Vorsprung zurück, Dortmund wartet direkt dahinter – und irgendwo dazwischen liegt die Frage, wie lange Kompany noch aus dem Krankenhaus zuschauen muss.
