Das Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin wird in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum feiern. Die Valeska-Gert-Gastprofessur für Choreographie, die im Wintersemester 2006/07 ins Leben gerufen wurde, feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Die Professur ist ein Gemeinschaftsprojekt der Freien Universität Berlin, des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und der Akademie der Künste Berlin, das sich der Förderung von Choreografie und Tanzkunst widmet. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Valeska Gert Season“ sind zahlreiche Events geplant, die die Öffentlichkeit einladen, sich an diesem kulturellen Fest zu beteiligen.
Zum Jubiläum hat die FU Eszter Salamon als Gastprofessorin ernannt, die nicht nur als Künstlerin, sondern auch als Choreografin und Filmemacherin international anerkannt ist. Sie lebt und arbeitet sowohl in Berlin als auch in Paris und bringt frischen Wind in die Tradition der Valeska-Gert-Gastprofessur. Am 8. Juni 2026 wird die Gastprofessur offiziell eröffnet, gefolgt von zahlreichen Veranstaltungen, die sich bis zur Abschlussveranstaltung am 8. Juli 2026 in der Akademie der Künste erstrecken.
Vielfältige Perspektiven und innovative Ansätze
Salamons Arbeiten sind bekannt für ihre interdisziplinäre Herangehensweise, die Choreografie mit Bildern, Klängen, Musik, Texten, Stimmen und körperlichen Bewegungen kombiniert. Ihre Werke wurden bereits in renommierten Institutionen wie dem Centre Pompidou und dem MoMA präsentiert. In der MONUMENT-Serie, die seit 2017 läuft, setzt sich Salamon intensiv mit dem Erbe von Valeska Gert auseinander, indem sie deren künstlerisches Schaffen in einen zeitgenössischen Kontext bringt. Die Installation „Study for the Valeska Gert Pavilion“, die 2022 auf der 16. Biennale von Lyon gezeigt wurde, ist ein herausragendes Beispiel für diese Auseinandersetzung.
In ihrem Seminar „The Living Book“ an der FU erforscht Salamon gemeinsam mit Studierenden innovative Ansätze im Umgang mit Geschichte, basierend auf den autobiografischen und fotografischen Quellen Gerts. Der Kurs stellt eine Weiterentwicklung von Salamons bereits bestehenden Forschungsaktivitäten dar und zielt darauf ab, traditionelle akademische Praktiken auf kreative Weise zu erweitern.
Öffentliche Vorträge und spannender Austausch
Die Reihe „Valeska Gert and Her Afterlives“ wird im Rahmen der Gastprofessur stattfinden und zieht internationale Wissenschaftlerinnen heran, die die anhaltende Wirkung von Gerts Arbeit beleuchten werden. Die Vorträge thematisieren wichtige Aspekte wie Körper, Gesellschaft und Erinnerung und verbinden wissenschaftliche Perspektiven mit Archivmaterialien sowie zeitgenössischen künstlerischen Ansätzen. Kuratiert von den FU-Tanzwissenschaftlerinnen Prof. Dr. Lucia Ruprecht und Dr. Lindsey Drury, verspricht diese Reihe einen spannenden Austausch im Bereich der Tanzwissenschaften.
Das 20-jährige Bestehen der Valeska-Gert-Gastprofessur ist nicht nur eine Gelegenheit, auf die Erfolge der Vergangenheit zurückzublicken, sondern auch einen Blick in die Zukunft der Choreografie und des Tanzes zu werfen. Die anstehenden Veranstaltungen bieten ein abwechslungsreiches Programm und laden alle ein, den kreativen Dialog über die Disziplinen hinweg zu verfolgen. Informationen zu den verschiedenen Veranstaltungen, wozu auch die Eröffnungsfeier am 8. Juni und die Abschlussveranstaltung am 8. Juli gehören, finden sich in den offiziellen Ankündigungen der Freien Universität Berlin und auf der Webseite der Gastprofessur.
Gemeinsam lädt die Freie Universität Berlin alle Interessierten ein, die Vielfalt und Innovationskraft der Choreografie im Rahmen dieser Jubiläumsfeier zu erleben.
Für weitere Informationen besuchen Sie gerne:
– Freie Universität Berlin
– Geisteswissenschaften FU Berlin