Die Philip C. Jessup International Law Moot Court Competition ist ein ganz besonderer Wettbewerb in der juristischen Welt. Der älteste und größte Moot Court der Welt zieht jährlich mehr als 800 Universitäten aus über 100 Jurisdiktionen an. In diesem Jahr hat das Team der Bucerius Law School eindrucksvoll abgeschnitten und sich im intensiven Wettkampf mit anderen Jurastudenten behauptet. Law-School.de berichtet, dass der Wettbewerb Themen des Völkerrechts behandelt, die aktuell von größter Bedeutung sind.
In diesem Jahr standen grundlegende Fragen im Mittelpunkt, wie das Recht auf Intervention vor dem Internationalen Gerichtshof für Nichtparteien und die Rechte indigener Völker in Bezug auf seltene Erden. Auch der Rechtsgrundsatz Ne Bis In Idem und die Ausnahmen für Staatsunternehmen von der innerstaatlichen Gerichtsbarkeit eines anderen Staates wurden behandelt. Diese Kernfragen forderten die Teilnehmer auf, ihre juristischen Argumentationsfähigkeiten unter Beweis zu stellen.
Das Team der Bucerius Law School, bestehend aus Elena Kliewer (Jg. 2024), Till Meyer-Jark (Jg. 2023), Paula Ahrens (Jg. 2023) und Sarah Deschler (Jg. 2023), bekam eine professionelle Unterstützung von Coaches wie Per Ahmerkamp, Laura Anheuser, Lina Tölle, Bruno Brugger und Isabel Kaiser. Die intensive Vorbereitung begann bereits im September 2025 und umfasste nicht nur die Erstellung von zwei umfassenden Schriftsätzen, sondern auch Rhetoriktrainings und Auslandstrimester in Städten wie Kapstadt, Tokio und Madrid.
Intensive Vorbereitung und nationale Runden
Im Januar 2026 stellte sich das Team einer zehntägigen intensiven Arbeitsphase, in der sie an ihren Schriftsätzen feilen konnten. Mit großem Engagement trainierten sie auch für den mündlichen Teil des Wettbewerbs, unterstützt von Rhetorikcoach John Faulk. Von 18. bis 21. Februar fanden die German National Rounds in Trier statt, bei denen 21 Teams teilnahmen. Das Bucerius-Team konnte dabei den zweiten Platz als Team und den dritten Platz auf der Klägerseite erreichen, was zur Qualifikation für die internationalen Runden in Washington, D.C. führte.
Parallel zu dieser intensiven Vorbereitungszeit legten die Teammitglieder auch Klausuren ab, was ihre Belastbarkeit und ihren Einsatz unterstreicht. Mit einem Probepleading bei Hengeler Mueller in Berlin starteten sie am 27. März auf die aufregende Reise nach Washington, D.C.
Internationaler Wettbewerb und Erfolge
Im internationalen Wettbewerb präsentierte das Bucerius-Team starke Leistungen. Sie gewannen in vier Vorrunden gegen Teams aus Brasilien, São Tomé e Príncipe, Kolumbien und Puerto Rico und erreichten in der Vorrunde den 13. Platz. Auch in den K.O.-Runden konnten sie sich behaupten, mussten jedoch letztendlich gegen die Wuhan University Law School das Handtuch werfen. Dennoch schafften sie es unter die besten 7% aller teilnehmenden Teams weltweit und belegten den fünften Platz für die Gesamtpunktzahl aus beiden Schriftsätzen.
Die Unterstützung durch Sponsoren wie SPANGENBERG, Dr. Friedrich Rosenfeld, Aurelius Cotta, Freshfields, Dr. Richard Happ, Hengeler Mueller, Heuking, Noerr und Quinn Emmanuel war für den Erfolg des Teams ebenfalls entscheidend.
Insgesamt zeigt das eindrucksvolle Abschneiden der Bucerius Law School, dass sie nicht nur ein gutes Händchen für die Auswahl ihrer Talente hat, sondern auch eine hervorragende Förderung in der juristischen Ausbildung bietet – eine Erfolgsgeschichte, die im kommenden Jahr sicherlich fortgeschrieben wird. Wikipedia informiert über die anhaltende Tradition und den hohen Stellenwert dieses Wettbewerbs, der nicht nur juristische Fähigkeiten, sondern auch Teamgeist und internationale Vernetzung fördert.