Die Vorfreude auf die Theatersaison steigt: Am 9. Juli 2026 wird im malerischen Schlosspark Bochum-Weitmar Shakespeares „Der Sturm“ aufgeführt. Die Inszenierung wird von Damian Popp geleitet, einem Folkwang-Absolventen, der bereits 2023 „Macbeth“ im gleichen Ambiente inszenierte. Bei dieser neuen Interpretation steht die Geschichte des Prospero im Mittelpunkt, einem ehemaligen Herzog von Mailand, der von seinem Bruder Antonio vertrieben wurde und zusammen mit seiner Tochter Miranda auf einer einsamen Insel lebt. Hier entfesselt Prospero einen magischen Sturm, um Vergeltung an seinen Feinden zu üben.Folkwang Universität berichtet, dass die Geschichte eng mit den Themen von Rache, Macht und Freiheit verknüpft ist.

Mit einer außergewöhnlichen Besetzung bringt das Ensemble der Folkwang Universität das Stück zum Leben. Studierende des 3. Jahrgangs, darunter Safa Aksit und Sam Petersson, werden das Publikum mit ihrer Darbietung fesseln. Umrahmt wird die Aufführung vom Bochumer Chor „en route“ unter der Leitung von Natalie Mol, was der Inszenierung zusätzlichen Schwung verleihen dürfte. Die dramaturgische Begleitung übernimmt Emma Khadija Herrmann, während Claudia Hartmann für die sprecherische Unterstützung sorgt.Das Schauspielhaus Bochum fügt hinzu, dass auch die musikalischen Akzente aus der Feder des Folkwang-Absolventen Noah Reis Ramma stammen.

Eine zeitlose Erzählung

Die Handlung von „Der Sturm“ erzählt von Prospero, der es schafft, die Kontrolle über die Insel und deren Bewohner zu erlangen, darunter der Luftgeist Ariel und der unterdrückte Caliban. Das Stück, erstmals 1611 aufgeführt, beschäftigt sich mit der Erkundung von Macht und Unterdrückung sowie den Themen Natur und Zivilisation. Insbesondere die Inszenierung von Johan Simons am Schauspielhaus Bochum bringt die zeitgenössischen Aspekte der Geschichte hervor: Zwei moderne Künstler, Leila Hekmat und Lamin Leroy Gibba, gewähren der Aufführung zudem eine postkoloniale Perspektive.Wie das Deutsche Theater erklärt, gilt „Der Sturm“ als eines von Shakespeares letzten Werken und betrachtet das Theater selbst als „symbolische Insel der Möglichkeiten“.

Die Premiere von „Der Sturm“ findet am 9. Juli um 19.30 Uhr statt, gefolgt von weiteren Vorstellungen bis zum 19. Juli. Der Eintritt ist frei, doch sollten die Besucher eine Picknickdecke oder eigene Stühle mitbringen. Die Umsetzung der Aufführungen könnte wetterabhängig sein, und die Zuschauer sind angehalten, die Wetterlage im Vorfeld zu prüfen. Nach den Auftritten im Schlosspark wird das Ensemble auch bei der Shakespeare Company in Berlin am 26. und 27. Juli auftreten, jeweils um 20.00 Uhr. Tickets für die Berliner Aufführungen sind über die Website shakespeare-in-gruen.de erhältlich.