Die Leuphana Universität Lüneburg erfreut sich nicht nur eines starken akademischen Profils, sondern liefert auch spannende Einblicke in die interdisziplinäre Verknüpfung von Kunst, Wissenschaft und Kultur. Besonders im Fokus steht dabei die Graduierte Linn Felgendreher, die am Masterstudiengang „Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart“ teilgenommen hat. Leuphana.de berichtet, dass Felgendreher an der Universität studierte und während ihres Studiums am Leuphana Institute for Advanced Studies (LIAS) tätig war.

Ihre Zeit am LIAS war geprägt von der Unterstützung internationaler Wissenschaftler*innen und Künstler*innen. Hier übernahm sie Aufgaben wie die Organisation von Vorträgen und Konferenzen, wobei sie tiefere Einblicke in die Organisation wissenschaftlicher Arbeiten und die Planung internationaler Forschungsprojekte erhielt. Aktuell setzt sie ihre Kenntnisse als wissenschaftliche Volontärin im MMK Frankfurt in der Abteilung Sammlung und Ausstellungen ein, wo sie Kunstwerke inventarisiert und Ausstellungen vorbereitet.

Interdisziplinarität und internationale Erfahrungen

Linn Felgendreher hat eine spannende akademische Reise hinter sich. Nach dem Abitur in Erlangen und einem kurzen Studium der Kommunikationswissenschaften in Rom fand sie im Masterprogramm der Leuphana eine neue Ausrichtung, die philosophische und künstlerische Fragestellungen vereinte. Dieser interdisziplinäre Ansatz überzeugte sie und öffnete ihr viele Türen. Sie zog nach Lüneburg, um aktiv am Universitätsleben teilzunehmen und war auch in der studentischen Initiative ArchipelagoLab engagiert. Zudem kuratierte sie die Ausstellung „Sapphic Entanglements“, die sich mit Geschlecht, Identität und Beziehungen auseinandersetzte.

Doch damit nicht genug: Sie sammelte auch internationale Erfahrungen, etwa während eines Auslandssemesters an der American University of Beirut sowie bei einer DAAD-geförderten Summer School in Aserbaidschan und einem Praktikum am Goethe-Institut in Dakar, Senegal. Jede dieser Erfahrungen hat ihr persönliches und berufliches Wachstum bereichert und ihren Blick auf die Welt entscheidend erweitert.

Das Leuphana Institute for Advanced Studies

In einem weiteren Schritt zur Stärkung ihrer kulturellen Forschungs- und Lehrangebote hat die Leuphana Universität das Leuphana Institute for Advanced Studies (LIAS) in Culture and Society gegründet. Laut idw-online.de wird dieses neue Institut durch das „Niedersächsische Vorab“ der VolkswagenStiftung gefördert und hat das Ziel, international tätige Wissenschaftler*innen in der sozial- und kulturwissenschaftlichen Grundlagenforschung zu unterstützen. Es bietet Stipendien für herausragend qualifizierte Wissenschaftler*innen, die sich in frühen Karrierephasen befinden.

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Co-Direktor Erich Hörl hebt hervor, dass das LIAS einen besonderen Fokus auf die grundlagenorientierte Forschung zum gesellschaftlichen Zusammenleben legt. Die internationale Ausrichtung zeigt sich auch bei den eingeladenen Fellows, die aus Städten wie Nairobi, Kalkutta, New York und Berlin stammen und an Themen wie globaler Bürgerschaft und Migration arbeiten. Es wurde ein Budget von 5 Millionen Euro bereitgestellt, um ideale Forschungsbedingungen im Zentralgebäude der Leuphana zu schaffen.

Die Leuphana Universität zeigt ein gutes Händchen, wenn es darum geht, ein integratives Profil in den Kulturwissenschaften zu schärfen und sich international zu positionieren. Mit Initiativen wie dem LIAS und der Ausbildung engagierter junger Talente wie Linn Felgendreher bringt sie frischen Wind in die akademische Landschaft und fördert einen dynamischen Austausch zwischen Kunst und Wissenschaft.