In Lüneburg ist wieder Volleyballzeit. Die SVG Lüneburg und die Grizzlys Giesen starten in die neue Saison der Volleyball-Bundesliga – beide mit deutlich veränderten Kadern und der Hoffnung, an die vergangene Spielzeit anzuknüpfen. Für die SVG geht es am Mittwoch um 20 Uhr auswärts beim Karlsruhe los, Giesen beginnt bereits um 19 Uhr in Königs Wusterhausen.

Die Lüneburger kommen als Pokalsieger, Vizemeister und Hauptrundenerster aus der vergangenen Saison. Trotzdem musste Trainer Stefan Hübner sieben neue Spieler in seinen 13er-Kader integrieren. Der Abgang des kanadischen Mittelblockers Jackson Howe zu A.S. Volley Lube in Italien wiegt dabei besonders schwer. Howe hatte zunächst bei der SVG verlängert, wechselte dann aber kurzfristig. Hübner nahm ihm das nicht übel: Es sei Howes Traum gewesen.

Neue Gesichter bei der SVG

Howes Platz im Mittelblock übernimmt der 23-jährige Kanadier Cory Schoenherr von der Trinity Western University. Dort gewann er gemeinsam mit dem ebenfalls neuen SVG-Spieler Anselm Rein die kanadische Universitätsmeisterschaft. Rein ist als Zuspieler vorgesehen – neben dem Kapitän Santeri „Santi“ Välimaa.

Välimaa bleibt Kapitän und folgt offiziell auf Jesse Elser, den er bereits in der vergangenen Saison zeitweise vertreten hatte. Auf der Website der SVG Lüneburg ist das Team mit insgesamt 13 Spielern aufgeführt: Im Zuspiel stehen Santeri Välimaa und Anselm Rein, im Diagonalangriff Axel Enlund und Lovis Homberger. Daniel Gruvaeus, Reeve Gingera, Patrick Rogers und Sebastiano Sani sind für den Außenangriff gelistet.

Zum Mittelblock gehören Shane Holdaway, Cole Young und Cory Schoenherr. Auf der Liberoposition stehen Kandai Goto und Joris Backhaus. Zu jedem Spieler bietet die SVG im Bereich „Team“ einen Link „Mehr Details“ an. Der Verein wird dort als SVG Lüneburg genannt.

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Giesen mit Rückenwind aus dem Ligacup

Bei den Grizzlys Giesen knisterte es im Ligacup schon früh. Gegen Ludwigsburg gewann das Team 3:1, anschließend setzte es sich mit 3:0 gegen Lüneburg durch und erreichte das Finale. Dort fehlte gegen die BR Volleys nur ein kleiner Schritt: Berlin gewann 3:2, die Sätze endeten 25:27, 25:23, 20:25, 28:26 und 13:15.

Für Berlin war es damit der fünfte Titel in Folge zum Saisonauftakt. Giesen konnte sich trotz der knappen Finalniederlage mit einer guten Frühform zeigen. Der erste Ligaspieltag führt die Mannschaft am Mittwoch um 19 Uhr nach Königs Wusterhausen.

Neuer Trainer der Grizzlys ist der 37-jährige ehemalige Nationalspieler Markus Steuerwald. Nach zehn Jahren folgt er auf den israelischen Coach Itamar Stein. Stein hatte Giesen ab 2018 in die Bundesliga, in die Play-offs und in den Europapokal geführt.

Mehr Breite, gleiche Zielmarke

Für die Saison 2026/27 verpflichtete Giesen sechs neue Spieler. Anfang Mai kam unter anderem der spanische Mittelblocker Víctor Méndez Jiménez dazu. Steuerwald muss außerdem den US-amerikanischen Diagonalangreifer Kyle Hobus und den kosovarischen Außenangreifer Erion Bajrami in die Mannschaft einbauen.

Der neue 13er-Kader gilt als ausgeglichener besetzt. Das Saisonziel bleibt trotzdem klar und vertraut: erneut die Play-offs erreichen. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die gute Vorstellung im Ligacup schon ein verlässlicher Fingerzeig war oder nur ein besonders gelungener Vorgeschmack.

Von der Uni Lüneburg aus ist der Saisonstart jedenfalls schnell erzählt, aber nicht schnell gespielt: neue Mitspieler, neue Rollen, lange Busfahrten und am Ende zählt doch jeder einzelne Ballwechsel. Die ersten Antworten gibt es am Mittwochabend.