Die Mai-Ausgabe 2026 des beliebten Comics „Mosaik“ hat einen besonderen Bezug zur Universität Potsdam, die in dieser Ausgabe erwähnt wird. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen, was hinter diesem kulturellen Phänomen steckt, das 1955 in Ost-Berlin das Licht der Welt erblickte und bis heute im gesamten deutschsprachigen Raum hoch im Kurs steht. „Mosaik“ gilt nicht nur als die älteste, sondern auch als die auflagenstärkste Comic-Reihe in diesem Bereich. Aktuell werden monatlich rund 110.000 Exemplare veröffentlicht und die 600. Ausgabe erschien erst kürzlich am 26. November 2025.

Der Besuch von Sander Lass, einem Mitglied des Zentrums für Informationstechnologie und Medienmanagement (ZIM), in der Redaktion des „Mosaik“ kam durch einen Wettbewerb zustande. Während seines Besuchs hatte er die Gelegenheit, eine eigene Seite im Heft zu gestalten und dabei die verschiedenen Produktionsschritte genau unter die Lupe zu nehmen. Diese Erfahrung war für Lass nicht nur lehrreich, sondern auch inspirierend, da er seine eigene wissenschaftliche Arbeit, die sich mit der Lernfabrik der Professur für Wirtschaftsinformatik beschäftigt, in die Handlung der Ausgabe einbrachte. Die Geschichte spielt im Prag des frühen 17. Jahrhunderts, in einem geheimen Labor, und berücksichtigt somit auch historische Elemente.

Die Kreativität hinter dem Comic

Die Gestaltung seiner Seite war ein größerer Prozess, der sich über mehrere Tage erstreckte. Lass machte Skizzen, entwickelte ein Storyboard, kreierte eine Comicfigur und arbeitete dann ans Zeichnen und Kolorieren. Auch wenn er keine Ambitionen hat, professioneller Zeichner zu werden, ist ihm das Hobby des Zeichnens sehr wichtig und bleibt ein Bereich, in dem er sich kreativ entfalten kann.

Diese Ausgabe ist nicht nur ein weiterer Meilenstein für „Mosaik“, sondern auch ein Zeichen für den anhaltenden Einfluss der Reihe, die es nach der Wiedervereinigung 1989 schaffte, ihren Erfolg in ganz Deutschland fortzusetzen. „Mosaik“ erlebte mit seinen Charakteren, wie den Digedags und mittlerweile den Abrafaxen, viele Höhen und Tiefen. Die Abrafaxe feiern 2025 bereits ihren 50. Geburtstag und bleiben damit ein Teil der deutschen Comic-Kultur.

Ein Blick in die Geschichte

Die Ursprünge von „Mosaik“ sind ebenso faszinierend wie die Gegenwart. Als die Abenteuer der Digedags am 23. Dezember 1955 in der DDR herauskamen, setzte dies einen Trend in der Comic-Welt. Warum sind diese Hefte so besonders? Neben ihrer ideologischen Aufgabe, die durch Extra-Geschichten über den DDR-Alltag vermittelt wurde, schafften die Künstler es, eine große Fangemeinde zu gewinnen. Das seltenste Exemplar ist übrigens eine englischsprachige Ausgabe von Nummer 105, von der nur vier Exemplare existieren, welche die Sammlerherzen höher schlagen lassen.

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Die kreativen Köpfe hinter „Mosaik“ arbeiteten mit verschiedenen Materialien, von Gips und Sperrholz bis hin zu Knete, um ihre Geschichten zu illustrieren. Auch die Asservatenkammer des Berliner Polizeipräsidiums diente den Zeichnern als Inspirationsquelle für antike Szenarien.

Mit diesem Mix aus Geschichte, Kreativität und Bildung bleibt „Mosaik“ nicht nur ein wichtiger Teil der deutschen Comic-Landschaft, sondern glänzt auch weiterhin mit innovativen Ansätzen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistern.

Für weitere Informationen über die aktuellen Abenteuer der Abrafaxe und die Entwicklung von „Mosaik“ lohnt sich ein Besuch auf der offiziellen Webseite von Abrafaxe, wo Fans und Neulinge viel Interessantes finden können.

Der Artikel zeigt auf, wie die Universität Potsdam und ihre Helden in der Welt der Comics verwoben sind, was den kulturellen Austausch und das lobenswerte Erbe von „Mosaik“ unterstreicht. Wer weiß, vielleicht wird auch der nächste Wettbewerb die eine oder andere innovative Idee ans Licht bringen?