ZB MED erhält den Bibliothekspreis für Forschungsdatenmanagement und Open Science
Heute, am 29. Oktober 2026, bekommt ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften in Köln den nationalen Bibliothekspreis „Bibliothek des Jahres“. Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) zeichnet damit die Pionierarbeit der Einrichtung beim Forschungsdatenmanagement, ihr Engagement für Open Science und ihren Einsatz für digitale Souveränität aus. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.
„Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung unseres langjährigen Engagements für innovative und nutzerfreundliche Angebote zum digitalen Zugang zu validen biomedizinischen Informationen“, sagt ZB-MED-Direktor Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann. Nach eigenen Angaben will ZB MED auch künftig verlässliche wissenschaftliche Informationen bereitstellen und mit Partnern in Forschungsnetzwerken sowie Hochschulen zusammenarbeiten.
87 Bewerbungen für zwei Preise
„Bibliothek des Jahres“ ist der einzige nationale Bibliothekspreis Deutschlands. Er wird vom Deutschen Bibliotheksverband vergeben und würdigt innovative sowie zukunftsorientierte Bibliotheksarbeit – unabhängig von Sparte und Größe. 2026 bewarben sich insgesamt 87 Bibliotheken um die beiden ausgeschriebenen Preise.
Seit 2020 wird zusätzlich eine Bibliothek aus einer Kommune oder Region mit bis zu 50.000 Einwohnern ausgezeichnet. Dieser zweite Preis ist mit 7.000 Euro dotiert. Über die Preisträger entscheidet eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern des Deutschen Bibliotheksverbandes, des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Kultusministerkonferenz, des Deutschen Städtetages sowie von Bibliothek & Information Deutschland (BID).
Der dbv vergibt die Auszeichnung seit 2000 mit verschiedenen Partnern, 2026 bereits zum 27. Mal. Von 2018 bis 2025 wurde der Preis gemeinsam mit der Deutsche Telekom Stiftung verliehen. Offen steht er Bibliotheken aller Sparten und Größen. Vorschläge können Sektionen, Landesverbände und Kommissionen des dbv, Mitglieder der Jury oder die Bibliotheken selbst im Rahmen einer Eigenbewerbung einreichen; Bewerbungen dürfen mehrfach eingereicht werden.
Was für die Jury zählt
Bewertet werden unter anderem die Qualität und Innovation der bibliothekarischen Arbeit, die Darstellung der jeweiligen Konzeption oder Strategie und ihre Zukunftsorientierung mit nachhaltiger Wirkung. Auch attraktive Serviceleistungen, medienwirksame Öffentlichkeitsarbeit, lokale, regionale und internationale Vernetzung sowie die Qualität der Bewerbungsunterlagen fließen ein.
ZB MED reiht sich damit in eine Liste früherer Preisträger ein: 2025 waren es die Städtischen Bibliotheken Dresden, 2024 die Stadtbibliothek „Rudolf Hagelstange“ in Nordhausen, 2023 die Zentralbibliothek der Stadtbüchereien Düsseldorf und 2022 die Universitätsbibliotheken der Technischen Universität Berlin und der Universität der Künste Berlin. 2021 ging die Auszeichnung an die Stadtbibliothek Paderborn, 2020 an das Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek (TIB), 2019 an die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB). Weitere Preisträger aus den Jahren 2000 bis 2018 werden nicht einzeln aufgeführt.
Material für Medien und Öffentlichkeit
ZB MED stellt zur Auszeichnung Fotos und Pressemitteilungen zum Download bereit. Veröffentlicht sind eine Pressemitteilung zur Preisvergabe vom 29. Oktober 2026 sowie eine zur Bekanntgabe der Auszeichnung vom 27. Juli 2026, jeweils als PDF.
Außerdem stehen ZB-MED-Logos als EPS-Datei, als EPS-Datei mit Namenszusatz und als EPS-Datei mit Webadresse bereit. Hinzu kommt eine JPG-Datei mit Namenszusatz. Die angegebenen Dateien liegen als JPG vor, sofern kein anderes Format genannt ist.
Die Bildauswahl zeigt den ZB-MED-Standort Köln, einmal mit dem Copyright © ZB MED und einmal mit © ZB MED / Markus Gloger. Dazu kommen Aufnahmen von ZB-MED-Mitarbeitenden sowie von Mitarbeitenden bei der Bekanntgabe der Auszeichnung, jeweils © ZB MED. Für die Fotos gilt jeweils das angegebene Copyright.
Auch die Leitung ist vertreten: Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann, wissenschaftlicher Leiter von ZB MED, Franziska Fischer, kaufmännische Geschäftsführerin, Prof. Dr. Juliane Fluck, stellvertretende Direktorin, und Dr. Miriam Albers, kommissarische Bibliotheksleitung. Weitere Porträts zeigen Prof. Dr. Ursula Arning, Leitung des Programmbereichs Open Science, sowie Prof. Dr. Konrad Förstner, Leitung des Programmbereichs Data Science and Services.
Die Preisvergabe findet in Berlin statt. Zwischen Forschungsdaten, Open Science und biomedizinischen Informationen klingt der Bibliotheksbegriff dort ein gutes Stück größer als nach stillen Regalen und leisen Seiten.
