An der Universität Münster gibt es zum 2. November 2026 mehrere neue Personalentscheidungen, Auszeichnungen und Förderungen. Prof. Dr. Julia Kerner, auch Körner genannt, wurde zur Professorin für „Diagnostik und individuelle Förderung in der inklusiven Schule“ am Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung im Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft ernannt.

Lea Kipper vom Zentrum für Gründungsservices wählte der Senat zur stellvertretenden Gleichstellungsbeauftragten aus der Gruppe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Technik und Verwaltung. Ihre einjährige Amtszeit begann am 1. November. Außerdem wurde Prof. Dr. Bettina Rösken-Winter zur Studiendekanin des Fachbereichs Mathematik und Informatik gewählt.

Auszeichnungen aus Münster und darüber hinaus

Für Prof. Dr. Marielle Vennemann, Bereichsleiterin der forensischen Molekularbiologie am Institut für Rechtsmedizin, geht es an die Spitze einer internationalen Fachgesellschaft: Sie wurde zur Präsidentin der International Society for Forensic Genetics (ISFG) gewählt und steht damit für eine weitere Amtsperiode an deren Spitze. Die ISFG vertritt rund 1.200 Mitglieder aus 73 Ländern.

Dr. Darisuren Anhlan, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Virologie, erhielt in Berlin vom mongolischen Staatspräsidenten Uchnaagiin Chürelsüch den Orden des Roten Banners der Arbeit. Geehrt wurden seine langjährigen Verdienste in der deutsch-mongolischen Zusammenarbeit in der Infektionsforschung.

Auch in der Mathematik und den Geowissenschaften gibt es Nachrichten: Prof. Dr. Ho Hai Phung erhielt einen Humboldt-Forschungspreis und forscht in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Christopher Deninger am Mathematischen Institut. Prof. Dr. Christine Thomas vom Institut für Geophysik bekam den „Inge Lehmann Award“ der European Seismological Commission. Der Preis geht an anerkannte Seismologinnen und Seismologen sowie Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler.

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Mit Alexander-von-Humboldt-Forschungsstipendien arbeiten außerdem Dr. Erdenebulgan Lkhagvadorj und Dr. Thuy Huong Quynh Tran in Münster. Lkhagvadorj erhielt ein Postdoc-Stipendium und forscht in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Kai Schmitz am Institut für Theoretische Physik. Tran bekam ebenfalls ein Postdoc-Stipendium; sie forscht in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Roland Wedlich-Söldner am Institut für Zelldynamik und Bildgebung.

Abschied von drei Universitätsangehörigen

Die Universität erinnert auch an drei Verstorbene. Prof. Dr. Gerhard Breloer, geboren am 18. Juli 1934, war Professor am Institut für Erziehungswissenschaft. Er starb am 29. September.

Brigitte Walther, geboren am 21. Februar 1948, arbeitete im Personaldezernat. Sie starb am 1. Oktober. Beate Tollkühn, geboren am 4. Januar 1962, war Mitarbeiterin im Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie; sie starb am 2. Oktober.

Fristen für junge Forschung und Wissenschaftskommunikation

Während an der Uni Münster neue Ämter vergeben und Preise entgegengenommen werden, laufen bereits die nächsten Ausschreibungen. Die Junge Akademie der Leopoldina und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sucht für 2027 zehn neue Mitglieder. Selbstbewerbungen sind in dieser Runde möglich – das ist jeweils in ungeraden Jahren der Fall. Die Akademie wurde 2000 als erste Akademie für herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gegründet. Ihre Mitglieder kommen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen und den Künsten; im Mittelpunkt stehen interdisziplinäre Arbeit, der Austausch zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft sowie wissenschaftspolitische Impulse.

Für eine Bewerbung sollte der Promotionsabschluss zum Fristende in der Regel mindestens drei und höchstens sieben Jahre zurückliegen. Eltern-, Pflege- und Krankheitszeiten werden berücksichtigt. Die Bewerbungsfrist endet am 11. November 2026.

Die Universitätsgesellschaft Münster schreibt außerdem ihren Förderpreis für 2027 aus. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ohne unbefristete Hochschullehrerstelle, die besonders herausragende Forschungsleistungen vorweisen können. Dabei wird auch der Entwicklungsstand der jeweiligen Fachrichtung einbezogen. Nominierungsberechtigt sind Professorinnen und Professoren der Universität Münster. Frist ist der 30. November 2026.

Ebenfalls bis zum 30. November 2026 läuft die Ausschreibung für den Bavarian Pioneer Award der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Gesucht werden visionäre nationale und internationale technologische Forschungsleistungen mit prägendem Einfluss auf die Zukunft. Ein erfolgreicher Transfer der Innovationen in kommerzielle Produkte mit hoher gesellschaftlicher Wirkung ist ein wichtiges Vergabekriterium. Für 2027 liegen die Schwerpunkte auf Quantentechnologien, Cybersicherheit und innovativen Energiesystemen. Der Preis ist mit 300.000 Euro dotiert; die Preisträgerin oder der Preisträger kann über das Geld frei verfügen.

Wer wissenschaftliche Inhalte vermittelt, kann beim Preis „wissen.kommuniziert.“ der Universitätsgesellschaft Münster vorgeschlagen werden. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung steht Forscherinnen, Forschern und Initiativen aller Fachbereiche offen. Gefragt sind besonders vielfältige, originelle und nachhaltige Formen der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse – etwa innerdisziplinäre oder transdisziplinäre Kommunikation, die Erklärung komplexer Forschung für die Öffentlichkeit oder die Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte in der akademischen Lehre. Nominierungsvorschläge können Professorinnen und Professoren der Universität Münster einreichen. Die Frist endet am 31. Dezember 2026.