In der Welt der Wissenschaft spielen Daten eine zentrale Rolle. Ohne sie bleibt der Wissensschatz unerschlossen. Astrid Nieße, Energieexpertin aus Oldenburg, und Frank Oliver Glöckner, Bioinformatiker aus Bremen, setzen sich intensiv mit diesem Thema auseinander und arbeiten an digitalen Wissensspeichern für die Forschung. Beide sind Teil der Nationalen Forschungsdaten-Infrastruktur (NFDI), die sich auf die Energiesystem- und Biodiversitätsforschung konzentriert. Ihre Vision ist klar: Die Mobilisierung von Daten, um deren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und auch Forschenden im globalen Süden den Zugang zu ermöglichen, ist essenziell. UOL berichtet, dass…

Nieße hebt dabei den Umgang mit Daten als digitalen Objekten hervor. „Forschung braucht einen Kulturwandel“, sagt sie und betont, dass es wichtig ist, Forschenden den kompetenten Umgang mit Daten zu ermöglichen. Besonders in der Biodiversitäts- und Klimaforschung können Daten, die als öffentliches Gut gelten, öffentlich gemacht werden. Doch der Weg dorthin ist oft steinig. Ein Problem, das die beiden Experten sehen, ist die Zusammenarbeit mit der Industrie. Hier stehen wirtschaftliche Interessen den Prinzipien der Transparenz häufig entgegen.

Der Wandel in der Forschung

Um die Notwendigkeit des Datenaustauschs zu verdeutlichen, muss Überzeugungsarbeit geleistet werden. Dabei spielt auch ein Generationenwechsel in der Forschung eine entscheidende Rolle. Besonders in der Umweltforschung wird bereits seit längerer Zeit versucht, Daten auszutauschen und verfügbar zu machen. Ein prominentes Beispiel dafür ist PANGAEA, ein Datenrepositorium, das seit über 30 Jahren Daten und Metadaten bereitstellt. Die NFDI hat das klare Ziel, Forschungsdaten nach den FAIR-Prinzipien zu verwalten – also so, dass sie auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar sind.

Ein weiterer Schritt in Richtung einer modernen Dateninfrastruktur stellt die Gründung von NFDI4Energy vor drei Jahren dar. Erste Zwischenberichte belegen bereits Fortschritte. Auch die Open Energy Plattform könnte als Beispiel für eine entwickelte Serviceanpassung dienen. Der gesellschaftliche Wert von Daten wird durch politische Ereignisse, wie etwa Budgetkürzungen in den USA, zunehmend klarer. Wissenschaftliche Zeitschriften fordern immer öfter die Hinterlegung von Daten in öffentlichen Repositorien.

Langfristige Perspektiven

Um die Ziele der NFDI langfristig zu erreichen, ist eine dauerhafte Finanzierung unerlässlich. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist festgehalten, dass die NFDI verstetigt werden soll. In der Northwest Alliance kooperieren die Universitäten Oldenburg und Bremen, um die Forschungsbedingungen weiter zu verbessern. Gemeinsam mit der Universität Bremen wird auch das regionale Datenkompetenzzentrum DataNord verstetigt, was die enge Zusammenarbeit der Universitäten und die Stärkung der Forschungsregion unterstreicht.NFDi.de stellt klar, dass…

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Durch die NFDI wird nicht nur die Wissenschaft vorangebracht, sondern auch neue Berufswege im Bereich Datenmanagement eröffnet. Das bedeutet, die Ausbildung und Stärkung der Kompetenzen im Umgang mit Daten wird immer bedeutsamer. Die Frage, wie wir die Tools der Zukunft für exzellente Forschung bereitstellen können, bleibt weiterhin spannend.