Forschungsprojekt SEASTRONG: Küstenökosysteme im Kampf gegen den Klimawandel!
Das Forschungsprojekt SEASTRONG, koordiniert von der Universität Bremen und dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), hat große Ziele. Es untersucht die Wechselwirkungen zwischen den wertvollen Küstenökosystemen von Mangrovenwäldern, Seegraswiesen und Korallenriffen. Dieses internationale Vorhaben wird mit einem Budget von sechs Millionen Euro von der Europäischen Union im Rahmen von Horizon Europe gefördert. Mit einer Projektlaufzeit von viereinhalb Jahren wird angestrebt, die Widerstandsfähigkeit dieser bedrohten Ökosysteme gegen die Folgen des Klimawandels zu stärken, um damit nicht nur die Biodiversität zu fördern, sondern auch die Küstengemeinden zu unterstützen.
Unter der Leitung von Professor Christian Wild (Uni Bremen) und Dr. Sonia Bejarano (ZMT) umfasst das Projekt 15 Partnerorganisationen aus neun Ländern. Die Forschungsstandorte sind alles andere als zufällig gewählt: Belize, die Seychellen und Fidschi bieten jeweils einzigartige Lebensräume. In Belize wird beispielsweise an der Entwicklung neuer experimenteller Wiederherstellungsflächen gearbeitet, um die Wiederherstellung der natürlichen Landschaft zu unterstützen. Bisher wurden Mangroven, Seegras und Korallenriffe oft isoliert betrachtet, dabei sind sie ökologisch eng miteinander verbunden.
Forschungsstandorte im Fokus
Belize, ein Land mit einer reichen marinen Vielfalt, ist nicht nur ein wichtiger Standort für SEASTRONG, sondern bietet auch eine atemberaubende Kulisse mit seinen türkisfarbenen Lagunen. Bocas del Toro, ein begehrtes Ziel für Reisende, bekannt für seine entspannte Atmosphäre und die bunte Holzarchitektur, liegt nicht weit entfernt von Belize. Als Teil des Karibikraums fasziniert Bocas del Toro mit seinen geschützten Nationalparks und einer lebendigen Kultur, die stark von den indigenen Gemeinschaften, wie den Ngäbe-Buglé, geprägt ist. Diese Gemeinschaften spielen eine zentrale Rolle im regionalen Ökotourismus, der nicht nur wirtschaftliche Vorteile bring, sondern auch zur Bewahrung ihrer Kulturen beiträgt.
Die Schönheit dieser Region zieht nicht nur Touristen an, sondern bringt auch Herausforderungen mit sich. Traditioneller Tourismus kann oft das Risiko bergen, die lokale Kultur und Umwelt zu belasten. Die Entwicklung von indigener Ökotourismus, die auf Selbstbestimmung und ökologischer Nachhaltigkeit basiert, wird als eine Möglichkeit gesehen, um authentische kulturelle Erlebnisse zu fördern und gleichzeitig den lokalen Gemeinden die Kontrolle über den Tourismus zu geben. So wird der Fokus auf ein echtes Miteinander gelegt, bei dem das traditionelle Wissen der indigenen Bevölkerung eine große Rolle spielt.
Allein in Bocas del Toro wird die Bedeutung des respektvollen Umgangs mit den indigenen Gemeinschaften deutlich. Reisende sollen darüber informiert werden, wie sie die Kultur würdigen und dabei deren Regeln respektieren. Ein bewusstes und respektvolles Reisen kann zum Erhalt der Umwelt und der kulturellen Identität beitragen, während gleichzeitig die lokale Wirtschaft gestärkt wird. Der Tourismus hat das Potenzial, sowohl Zerstörung als auch Bewahrung zu fördern, je nachdem, wie dieser gestaltet ist.
Das SEASTRONG-Projekt und das Beispiel Bocas del Toro verdeutlichen, wie wissenschaftliche Forschung und nachhaltiger Tourismus Hand in Hand gehen können. Diese Ansätze stärken nicht nur die Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel, sondern fördern auch die lokale Kultur und Zusammenarbeit. Gerade in Zeiten der globalen Erwärmung ist es wichtiger denn je, innovative Wege zu finden, um unsere Küstenökosysteme zu schützen und zu restaurieren.
Wer mehr über das SEASTRONG-Projekt erfahren möchte, findet weitere Details in den Berichten von uni-bremen.de und die Einblicke in die Kultur und Natur von Bocas del Toro können unter ad-hoc-news.de nachgelesen werden. Für alle, die sich für den Einfluss des Tourismus auf indigene Kulturen interessieren, ist der Artikel auf indianer.club sehr aufschlussreich.
