Am 5. Juni 2026 fand an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) eine feierliche Abschlussveranstaltung für 68 Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtungen Informatik und Wirtschaftsinformatik statt. In einem festlichen Rahmen wurde nicht nur die persönliche Leistung der Studierenden gewürdigt, sondern auch auf die Bedeutung ihrer erworbenen Fähigkeiten, insbesondere in Bezug auf die zukunftsorientierte Technologie der Künstlichen Intelligenz (KI), hingewiesen.
Die Feier wurde von Professor Wilhelm Hasselbring, dem geschäftsführenden Direktor des Instituts für Informatik, moderiert. Professor Reinhard von Hanxleden, Prodekan der Technischen Fakultät, übernahm die ehrwürdige Aufgabe, die Absolventen zu verabschieden. Ein Highlight der Veranstaltung war die musikalische Begleitung durch das Jazz-Duo Deep Blue, das für gute Stimmung sorgte.
Fokus auf Künstliche Intelligenz
Besonders ins Gewicht fiel die Ansprache von Professor Dirk Nowotka, der die Relevanz der Künstlichen Intelligenz in der heutigen Zeit betonte. Er stellte die Fähigkeiten der Absolventen heraus, neue KI-Modelle zu entwickeln und damit aktiv zur Forschung und Entwicklung in diesem schnelllebigen Bereich beizutragen. In Deutschland sind heutzutage etwa 220 KI-Universitätsprofessoren tätig, was zeigt, wie fest KI mittlerweile in der akademischen Landschaft verankert ist. Laut den Angaben von Bitkom beschäftigen die universitären KI-Lehrstühle insgesamt rund 1800 Mitarbeiter, was die Treiberposition Deutschlands im Bereich der Künstlichen Intelligenz verdeutlicht.
Im Rahmen der Abschlussfeier berichteten auch zwei CAU-Absolventen über ihre persönlichen Erfahrungen beim Berufseinstieg. Inga Karlisch von DiWiSH moderierte diese spannenden Einblicke. Sandra Dylus, die für das Kieler Startup CAP3 tätig ist, sprach über die Herausforderungen der Promotion und deren Einfluss auf ihre Frustrationstoleranz sowie das Verständnis komplexer Algorithmen. Auch Oliver Kwast von Bitglow GmbH riet den frischen Absolventen zu ständiger Lernbereitschaft, um mit den rasanten technologischen Entwicklungen Schritt zu halten.
Preise für herausragende Leistungen
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der renommierten Prof. Dr. Werner-Petersen-Preise, die als höchstdotierte Technikpreise für Studierende in Norddeutschland gelten. Die Preisträger wurden für ihre innovativen Ansätze in der Informatik und Ingenieurwissenschaften gewürdigt:
| Platz | Preis (Euro) | Name | Studienrichtung |
|---|---|---|---|
| 1. Preis (Master) | 3.000 | Miriam Ludwig | HAW Kiel, Fachbereich Informatik und Elektrotechnik |
| 2. Preis (Master) | 2.000 | Sophie Thiele | Technische Fakultät der CAU |
| 1. Preis (Bachelor) | 2.000 | Per Ole Hoyer | Technische Universität Hamburg |
| 2. Preis (Bachelor) | 1.000 | Lars Marek | CAU, Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik |
Diese Preise gelten nicht nur als Anerkennung individueller Leistungen, sondern auch als Maßstab für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit norddeutscher Hochschulen im Bereich Informatik und Ingenieurwissenschaften. Die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz in der heutigen Berufswelt ist nicht zu unterschätzen und der Fokus der Ausbildung an den Universitäten wird sich in den kommenden Jahren weiterhin darauf richten, um die Absolventen optimal auf ihre zukünftigen Karrieren vorzubereiten.
Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis sowie die ständige Weiterentwicklung von Kenntnissen werden für die Absolventen von unschätzbarem Wert sein, insbesondere in dieser Zeit des rasanten technologischen Wandels. Mehr Informationen zur Forschungslandschaft im Bereich KI in Deutschland finden Sie bei Bitkom.