In Hamburg ist die Trinkwasserversorgung nach mehreren Rohrbrüchen gestört. Betroffen sind mehrere Hauptleitungen im Stadtgebiet, Auswirkungen gibt es in Hamburg-Mitte, Hamburg-Nord und Wandsbek. Ausströmendes Wasser sorgt zugleich für erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Wie viele Haushalte derzeit von der Wasserversorgung abgeschnitten sind, ist bislang nicht bekannt. Die Meldung wurde am 30. September 2026 im Deutschlandfunk gesendet. Auch an der Universität Hamburg dürfte die Nachricht heute, am 30.09.2026, viele Menschen aufhorchen lassen – Wasser aus dem Hahn ist sonst so selbstverständlich, dass man über seine Leitungen kaum nachdenkt.

Wasser auf Straßen und in Kellern

Nach zwei Wasserrohrbrüchen kam es in Teilen Hamburgs zu Druckschwankungen und Einschränkungen der Trinkwasserversorgung. Hamburg Wasser erhielt seit dem Nachmittag zahlreiche Meldungen aus verschiedenen Stadtteilen. Einsatzteams arbeiteten an der Behebung.

Die Rohrbrüche ereigneten sich in der Amsinckstraße und in der Fuhlsbüttler Straße. In der Amsinckstraße verursachte der Schaden Druckabfälle in der Neustadt und in St. Pauli. Der Rohrbruch in der Fuhlsbüttler Straße beeinträchtigte den Wasserdruck in Ohlsdorf, Winterhude, Barmbek und Marienthal.

In der Nähe des Hauptbahnhofs lief Wasser in mehrere Keller und Tiefgaragen. In einzelnen Häusern kam es zu weiteren kleineren Rohrbrüchen. Außerdem sackten ein Teil einer Straße und ein Abschnitt eines Gehwegs ab. Zuvor war in der Amsinckstraße besonders viel Wasser ausgetreten – keine Kleinigkeit, wenn sich plötzlich Fahrbahn, Gehweg und Keller in eine unfreiwillige Wasserlandschaft verwandeln.

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Rund 40 Feuerwehrleute und das Technische Hilfswerk waren im Einsatz. Menschen wurden nicht verletzt. Die Polizei warnte vor erheblichen Verkehrsbehinderungen und forderte dazu auf, das betroffene Gebiet zu meiden. Anwohner sollten den Wasserverbrauch auf das Nötigste beschränken.

Der Druck kommt langsam zurück

Der Druck im Netz stabilisierte sich schrittweise. Hamburg Wasser stellte die Trinkwasserversorgung wieder her. Für viele Betroffene dürfte der erste kräftige Wasserstrahl aus dem Hahn trotzdem ein Moment gewesen sein, bei dem man lieber noch einmal kurz hinschaut.

Wie die Reparatur einer beschädigten Leitung abläuft, beschreibt Hamburg Wasser am Beispiel eines Rohrbruchs. Zunächst wird die Wasserleitung abgestellt. Dafür wird die Absperrarmatur mit einem großen Schlüssel zugedreht; der sogenannte Abschiebervorgang umfasst 21 Umdrehungen.

Danach beginnt die Suche nach dem Schaden. Sand und Wasser werden aus der Baugrube entfernt, damit das Rohr freigelegt werden kann. Ein Kollege setzt dafür einen Saugbagger ein, der die Baugrube mit Unterdruck freisaugt. Anschließend können Kevin und seine Kollegen den Verbau sichern.

Gegen 13 Uhr ist die Baugrube fertig, und das Rohr liegt frei. Zur Lecksuche lässt Benjamin das Trinkwasser erneut laufen. Dabei zeigt sich, dass eine angebrachte Rohrschelle den Riss vom Sonntag nicht dauerhaft abdichten konnte. Deshalb wird das gesamte beschädigte Rohrstück ausgetauscht.

Quelle: Deutschlandfunk · Quelle: Zeit · Quelle: Hamburg Wasser