50 Anträge für die Medizin von morgen: Rückendeckung für Marburgs Forscher!
Eine Welle der Kreativität und Innovation rollt durch die Hochschulmedizin in Gießen und Marburg: Die Von Behring-Röntgen-Stiftung hat auf ihre aktuelle Ausschreibung eine bemerkenswerte Resonanz erlebt. Bis zur Frist am 30. Juni 2026 wurden insgesamt 50 Anträge zur Förderung medizinischer Forschungsprojekte eingereicht. Diese stammen ausschliesslich von engagierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Die eingereichten Projekte decken ein breites Spektrum an Themen ab, von Krebs- und Immunforschung über Herz-Kreislauf-Medizin bis hin zu KI-gestützten Verfahren. Dies zeigt, wie vielfältig die Ansätze sind, zukünftige medizinische Herausforderungen anzugehen. Dr. Lars Witteck, der Vorsitzende der Stiftung, hebt die zentrale Rolle unternehmerischer Förderung in Zeiten knapper Mittel hervor. „Gerade jetzt ist es wichtig, kreative Köpfe in der Medizin zu unterstützen“, so Witteck.
Erhöhte Förderhöchstbeträge
Ein weiteres Highlight der aktuellen Ausschreibung sind die erhöhten Förderhöchstbeträge. Nachwuchsprojekte können jetzt bis zu 250.000 Euro erhalten, während Kooperationsprojekte sogar bis zu 350.000 Euro möglich sind. Damit steigen die Förderhöchstbeträge in beiden Kategorien um jeweils 50.000 Euro, was für viele Forschende einen erheblichen Anreiz darstellt.
Das Auswahlverfahren für die geförderten Projekte ist zweistufig gestaltet. Zunächst erfolgt eine fachliche Bewertung der Anträge, danach haben die ausgewählten Antragsteller die Möglichkeit, ihre Vorhaben am 27. Oktober 2026 in Frankfurt zu präsentieren. Die endgültige Entscheidung über die geförderten Projekte wird im November 2026 getroffen, und die ausgewählten Vorhaben können schon ab dem 1. Januar 2027 realisiert werden.
Die Von Behring-Röntgen-Stiftung im Überblick
Die Von Behring-Röntgen-Stiftung wurde am 8. September 2006 vom Land Hessen als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts gegründet und hat mittlerweile ein Stiftungskapital von 100 Millionen Euro. Diese Summe ermöglicht es der Stiftung, wichtige Projekte an den beiden Universitäten zu unterstützen und so neue Perspektiven für die Hochschulmedizin zu eröffnen. Die Stiftung gehört zu den größten Medizinstiftungen in Deutschland und hat seit ihrer Gründung über 28 Millionen Euro für mehr als 160 medizinische Forschungsprojekte bereitgestellt.
Der Sitz der Stiftung befindet sich im historischen Landgrafenschloss in Marburg. Neben der finanziellen Unterstützung von Forschungsprojekten vergibt die Stiftung auch Reisebeihilfen und Stipendien für junge Forschende. Jährlich werden zudem Preise für hervorragende wissenschaftliche Leistungen verliehen, während alle zwei Jahre die bedeutendsten Persönlichkeiten der medizinischen Forschung ausgezeichnet werden.
Durch diese Initiativen und die gezielte Förderung von Forschung und Lehre an den medizinischen Fachbereichen in Gießen und Marburg leistet die Stiftung einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung in der Hochschulmedizin. Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten finden Interessierte auf der Homepage der Stiftung.
